Klage beigelegt: Motorola & Huawei schließen Frieden

Wirtschaft & Firmen Die Unternehmen Motorola und Huawei haben vereinbart, alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Parteien beizulegen, soweit bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Nach weiterer Überprüfung der Angelegenheit habe Motorola zugestimmt, seine Forderungen gegenüber Huawei fallen zu lassen und die anhängige Klage zurückzuziehen. Huawei hat im Gegenzug zugestimmt, keine weiteren Forderungen gegen Motorola und Nokia Siemens Networks zu stellen und seinerseits die bestehende Klage fallenzulassen.

Beide Parteien schlossen ein Abkommen, das Motorola erlaubt, bestehende Handelsabkommen mit Huawei gegen eine Gebühr an Nokia Siemens zu übergeben. Im Rahmen dieser Übereinkunft erhält Nokia Siemens Zugriff auf vertrauliche Informationen von Huawei und darf diese nutzen, um die von Motorola gebauten Netzwerke zu warten. In diesen Netzwerken setzt Motorola auch Produkte und Technologie von Huawei ein.

Im Jahr 2000 hatten Motorola und Huawei eine Kooperation begonnen, in deren Rahmen Motorola bestimmte Huawei-Produkte unter eigenem Namen weiterverkaufte. In den folgenden zehn Jahren summierte sich das daraus resultierende Handelsvolumen auf 800 Millionen Dollar. Diese Technologie deckte die Kern- und Funkzugangsnetze ab. Im Zuge der Zusammenarbeit kam es aber zu Streitigkeiten, die in gegenseitigen Klagen mündeten.

"Wir bedauern die Streitigkeiten zwischen unseren beiden Unternehmen. Motorola Solutions schätzt die langjährige Beziehung, die wir mit Huawei aufgebaut haben. Nach Überprüfung des Sachverhalts haben wir beschlossen, die offenen Fragen zu klären, um wieder zu unserer auf Zuversicht und Vertrauen basierenden Geschäftsbeziehung zurückzukehren", sagte Greg Brown, Chef von Motorola Solutions, dem aus der Trennung von der Handysparte hervorgegangenen Teilbereich.
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