Ecuador: US-Botschafterin stolpert über Wikileaks

Recht, Politik & EU Die US-Botschafterin Heather Hodges wurde in Ecuador zur unerwünschten Person erklärt und gebeten, das Land unverzüglich zu verlassen. Hintergrund dessen sind Äußerungen in Botschaftsdepeschen, die kürzlich von Wikileaks veröffentlicht wurden. In mehreren Mitteilungen an das US-Außenministerium hatte Hodges den Vorwurf erhoben, der Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa dulde die Korruption bei der Polizei des Landes. Er wisse demnach von der Bestechlichkeit von Beamten auf höchster Ebene, schreite aber nicht ein. Dabei berief sie sich auf ecuadorianische Botschaftsmitarbeiter.

Die Regierung des südamerikanischen Landes reagierte pikiert auf diese Unterstellungen. Die Reaktion, die Botschafterin deshalb des Landes zu verweisen, ist nach Ansicht des US-Außenamtes aber überzogen. Man kündigte an, nun zu prüfen, wie man auf den Vorfall reagieren werde.

Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente brachten damit nun schon den zweiten US-Diplomaten in Lateinamerika in ernste Schwierigkeiten. Auch Carlso Pascual, der Botschafter in Mexiko, musste sich zurückziehen, nachdem er der mexikanischen Regierung ein mangelndes Engagement im Kampf gegen Drogen nachgesagt hatte.

Danke für den Hinweis an Touga.
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