RoboCup @Home-Liga: Roboter decken den Tisch

Forschung & Wissenschaft Am Rande der RoboCup-Meisterschaft am vergangenen Wochenende gab es neben Fußball-Robotern auch andere experimentelle Systeme zu sehen. In der @Home-Liga traten beispielsweise Haushaltsroboter gegeneinander an. Die Serviceroboter vom Team NimbRo der Universität Bonn haben dabei den Wettbewerb gewonnen. Die Roboter "Cosero" und "Dynamaid" setzten sich gegen eine starke Konkurrenz durch. Insgesamt nahmen sechs deutsche Teams und zwei Gruppen aus den Niederlanden teil.

In der @Home-Liga müssen die Roboter Fähigkeiten unter Beweis stellen, die für die Hilfe in häuslichen Umgebungen relevant sind. Dazu gehörten beispielsweise das Finden, Erkennen und Verfolgen von Personen, die Interpretation von Gesten, die Erkennung von Objekten, sowie die Objektmanipulation, teilte die Universität Bonn mit.

Nach den beiden Vorrunden lag das Bonner Team bereits in Führung. Im Finale überzeugten die Roboter die international besetzte Jury durch das Decken des Frühstückstisches. Während Cosero eine Milchflasche öffnete und die Milch in eine Müslischale goss, holte Dynamaid den Orangensaft aus dem Kühlschrank. Cosero holte dann noch den Löffel und erkannte eine Zeigegeste. Mit dieser Kür konnte NimbRo den Abstand zum Zeitplatzierten SmartBots aus Ulm deutlich vergrößern. Dritter wurden die B-it-bots aus Sankt Augustin.

HaushaltsroboterCosero schenkt ein Die komplexen Serviceroboter Cosero und Dynamaid werden in der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik entwickelt. Die Roboter fahren auf acht lenkbaren Rädern und haben einen menschenähnlichen Oberkörper mit zwei Gelenk-Armen, Beweglichkeit im Rumpf und einem Sensorkopf. Mehrere Laserscanner, sowie eine Tiefenkamera und Farbkameras ermöglichen die Wahrnehmung der Umgebung, der Benutzer, sowie die Objekterkennung. Die Roboter können in Innenräumen robust navigieren, Hindernisse vermeiden, mit Menschen durch Sprache und Gesten intuitiv interagieren, sowie verschiedene Objekte greifen, transportieren, ablegen und übergeben.

Die Entwicklung der Roboter dient dabei weit mehr als nur der wissenschaftlichen Spielerei. "Ein langfristiges Ziel der @Home-Wettbewerbe ist es, dass hilfebedürftige Menschen länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können", sagte Projektleiter Sven Behnke.
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