Microsoft-Mitbegründer kritisiert Gates & Ballmer

Microsoft Der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen veröffentlicht im April unter dem Titel "Idea Man" seine Memoiren. Darin kritisiert er sowohl Bill Gates als auch Steve Ballmer, die ihn vor einigen Jahren wegen seiner Krebserkrankung angeblich "loswerden" wollten. Laut einem Bericht des 'Wall Street Journals', das vorab einen Blick in das Buch werfen durfte, schreibt Allen hauptsächlich über seine Zeit als Philanthrop und Unternehmer. Für die breite Öffentlichkeit ist jedoch der vergleichsweise kurze Teil über seine Zeit bei Microsoft interessant.

Laut Allen hat sein Kollege Bill Gates von Anfang an versucht, sich mit mehr Besitzanteilen des Unternehmens einzudecken als seine Mitstreiter. Gates soll erklärt haben, dass es nicht gerecht wäre, die Einnahmen 50-50 zu teilen. Stattdessen sollte das Verhältnis 60-40 sein, da Gates schließlich die gesamte Programmierarbeit in BASIC erledigt haben soll. Später soll er mehrfach versucht haben, die Anteile noch weiter zu seinen Gunsten auszuhandeln.


Im Dezember 1982 will Allen dann eine Unterhaltung zwischen Gates und Ballmer mitbekommen haben, in der es darum ging, seine Anteile weiter aufzuteilen, da er in letzter Zeit deutlich unproduktiver gearbeitet hat. "Es war eindeutig, dass sie darüber bereits seit geraumer Zeit nachgedacht haben", schreibt Allen in seinem Buch. Der Microsoft-Mitbegründer erklärt, dass die Unproduktivität mit seiner Erkrankung zusammenhing. Einige Monate zuvor hatte er erfahren, dass er Lymphdrüsenkrebs hat. Während der intensiven Behandlung war er weiterhin für Microsoft tätig.

"Ich habe dabei geholfen das Unternehmen aufzubauen und war weiterhin ein aktives Mitglied des Managements, wenn auch durch meine Erkrankung nur eingeschränkt. Nun planten mein Partner und mein Kollege mich loszuwerden", zitiert 'Vanity Fair' eine Passage aus dem noch unveröffentlichten Buch. "Es war ganz einfach geldgieriger Opportunismus."

Als Allen im Jahr 1983 Microsoft verlassen wollte, plante Gates eine Auszahlung seiner Unternehmensanteile. Fünf US-Dollar kam er pro Aktie geboten, obwohl er 10 Dollar haben wollte. Im Endeffekt verkaufte er seine Anteile nicht, was sich später als gute Entscheidung erwies, denn somit wurde er zum mehrfachen Milliardär. Laut Forbes ist er auf der Rangliste der reichsten Menschen mit 13 Milliarden Dollar auf Platz 57.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Wall Street Journal erklärte Bill Gates, dass seine Erinnerungen an diese Zeit von Allens abweichen. "Ich schätze seine Freundschaft und die wichtigen Beiträge für die Welt der Technologie und Microsoft." Steve Ballmer will zu diesem Sachverhalt keinen Kommentar abgeben.

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