Angespielt: Need for Speed - Shift 2 Unleashed

PC-Spiele Die erfolgreiche Rennspiel-Serie Need for Speed geht mit Shift 2 Unleashed in eine neue Runde. Das "Shift" im Namen weist bereits darauf hin, dass es sich um eine Simulation handelt, während das zuvor erschienene "Hot Pursuit" ein klassischer Arcade-Racer war.
Bereits der erste Teil der Shift-Serie stellte eine anspruchsvolle Rennsimulation dar, mit dem zweiten Teil wollen die Entwickler der Slightly Mad Studios dieses Erlebnis intensivieren. Dazu soll unter anderem eine innovative Helmkamera-Ansicht beitragen. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut und verraten im Folgenden, wie sich "Need for Speed: Shift 2 Unleashed" spielt. Einen Eindruck vom Gameplay vermittelt unser Video:


Viele Strecken und Autos
Wie bei Rennspielen inzwischen üblich, bietet auch "Shift 2 Unleashed" eine Kampagne, in der man vom Niemand zum Top-Rennfahrer aufsteigt. Zunächst kann man sich nur vergleichsweise schwache und günstige Fahrzeuge leisten, beispielsweise ein Audi S4, wobei hier "schwach" und "günstig" im Verhältnis zu den weiteren Wagen zu verstehen ist. Im Laufe der Rennen sammelt man Erfahrungspunkte, beispielsweise für gute Platzierungen, ordentliches Fahren und viele weitere Ziele, die vom Spiel für jedes Rennen ausgegeben werden.

Mit Hilfe dieser Erfahrungspunkte lassen sich nicht nur neue Rennwagen freischalten, sondern auch weitere Turniere. Je nach erreichtem Fahrerlevel kann man an neuen Herausforderungen teilnehmen, die abwechslungsreich gestaltet wurden. So gibt es beispielsweise auch Retro-Turniere, in denen man ausschließlich mit älteren Fahrzeugmodellen unterwegs ist. Hinzu kommen unterschiedliche Spielmodi, beispielsweise Rennen, Zeitrennen und Eliminator. Insgesamt haben die Entwickler über 100 Autos und rund 70 Strecken gestaltet. Die Spieler des ersten "Need for Speed: Shift" werden einen großen Teil der Rundkurse wiedererkennen, da sie einfach übernommen wurden.

Need for Speed: Shift 2 Unleashed Eine sehr interessante Neuerung stellt die Helmkamera-Ansicht dar, mit der die Entwickler die Sicht des Rennfahrers möglichst realistisch simulieren wollen, was auch sehr gut gelingt. So werden Teile der Sicht unscharf, je nachdem wo man gerade hinschaut. Konzentriert man sich auf die Strecke, sind Werte wie Geschwindigkeit und Drehzahl nur noch schwer abzulesen. In schnellen Kurven wandert der Blick aus dem Seitenfester heraus, was ebenfalls realistisch ist und vor allem glaubwürdig umgesetzt wurde. Neben der Helmkamera-Ansicht gibt es auch noch einige weitere Perspektiven, beispielsweise von hinten (außen), Motorhaube und Stoßstange.

Eindrucksvoll sind auch die Kollisionen mit anderen Fahrern. Der Bildschirm wird für kurze Zeit grau, je nachdem wie heftig der Aufprall war. Zudem wackelt das Bild und der Wagen wird beschädigt. Das Schadensmodell ist umfangreich, jedoch nicht sehr realistisch. Auf Wunsch lassen sich optische und funktionale Schäden trennen. So kann man auf Wunsch trotz komplett zerlegtem Fahrzeug noch neue Rundenrekorde aufstellen.

Umfangreiches Tuning und zahlreiche Einstellungen
Im Vergleich zum ersten Teil haben die Slightly Mad Studios das Tuning der Fahrzeuge deutlich ausgebaut. Sämtliche Upgrades am Fahrzeug wurden in passende Kategorien einsortiert, so dass man sie einfachen finden kann. Hat man einen Wagen bereits mit vielen Komponenten erweitert, steht ab einem gewissen Punkt der Werksumbau zur Verfügung, der eine neue Leistungsstufe freischaltet.


Auch optisch lassen sich zahlreiche Veränderungen an den Autos vornehmen. Neben unzähligen Lackfarben und Felgen gibt es Vinyls und andere Gimmicks, die spielerisch jedoch keine Auswirkungen haben. Im Gegensatz dazu lässt sich das Fahrverhalten durch sehr viele Einstellungen spürbar beeinflussen. Angefangen beim Luftdruck bis hin zur Härte der Federung sind Experten keine Grenzen gesetzt. Hier merkt man deutlich, dass die Slightly Mad Studios für die Vorzeige-Rennsimulation "GTR" verantwortlich waren.

Die Auswirkungen dieser Feineinstellungen kann man dann im Rennen genau überwachen. Dazu lassen sich diverse Telemetrie-Daten einblenden, beispielsweise wie viel Druck auf einem Reifen lastet und wie stark dieser auf dem Asphalt haftet. Mit dem richtigen Setup lässt sich die Bodenhaftung deutlich verbessern. Anfänger können diese Einstellungen einfach links liegen lassen.

Hoher Schwierigkeitsgrad
Wer zuletzt "Need for Speed: Hot Pursuit" gespielt hat, wird bei "Shift 2 Unleashed" mit hoher Wahrscheinlichkeit in der ersten Kurve im Kiesbett landen. Die Steuerung ist deutlich realistischer, ohne Fahrhilfen werden sogar Profis ins Schwitzen kommen. Zum Glück gibt es viele Fahrhilfen, doch selbst mit voller Unterstützung darf nicht einfach drauf los gerast werden.

Need for Speed: Shift 2 Unleashed Zum hohen Schwierigkeitsgrad tragen auch die virtuellen Gegner bei. Die KI fährt sehr bedacht und fällt nur selten durch aggressives Verhalten auf. Ab und zu passieren den Gegnern Fehler, jedoch verlieren sie dadurch nur einen geringen Teil ihrer Geschwindigkeit. Fliegt man selbst aus einer Kurve und dreht sich, kann man das Rennen eigentlich neu starten, denn ein Aufholen ist meistens nicht mehr möglich. Immerhin verzichten die Entwickler auf den so genannten Gummibandeffekt, der dafür sorgt, dass die KI immer wieder aufholen kann, egal wie viel Vorsprung man herausgefahren hat.

Nach etwa einer Stunde hat man sich an die Steuerung gewöhnt und kann die ersten Erfolge feiern. Von dem Vorsatz, bei jedem Rennen auf dem ersten Platz zu landen, sollte man sich schnell verabschieden, ansonsten kommt Frust auf. Für zusätzlichen Realismus sorgt die Einstellung zum Deaktivieren sämtlicher Informationen, die auf dem Bildschirm eingeblendet werden - nur der Tacho bleibt in der Cockpit- bzw. Helmkameraperspektive übrig. Nutzt man dann ein Lenkrad inklusive Fußpedale und Handschaltung, erlebt man eine sehr realistische Rennsimulation.

Toller Sound, solide Grafik
Grafisch setzt "Need for Speed: Shift 2 Unleashed" keine neuen Maßstäbe. Bis auf wenige Ausnahmen entspricht die Grafik nahezu der vom Vorgänger. Die PC-Version profitiert von der Kantenglättung, auf der man auf der Xbox 360 verzichten muss. Bei normalem Tageslicht wirkt das Spiel manchmal etwas langweilig, doch dafür können sich die Lichteffekte sehen lassen, die in der Dämmerung und in der Nacht besonders gut zur Geltung kommen.


Beim Sound haben die Slightly Mad Studios und Electronic Arts sehr gute Arbeit geleistet. Die Motorengeräusche sind sehr realistisch und kommen mit voller Wucht aus den Lautsprechern. Hinzu kommt ein von EA gewohnt guter Soundtrack, der einige bekannte Hits bereithält. Insgesamt ist "Need for Speed: Shift 2 Unleashed" in Sachen Sound erstklassig.

Fazit
Mit dem zweiten Teil von "Need for Speed: Shift" hat es Electronic Arts geschafft, das Spiel als Rennsimulation zu etablieren, die sich deutlich von den bekannten Arcade-Racern absetzt. Die Umsetzung ist qualitativ hochwertig und lässt kaum Wünsche offen. Lediglich die Spieler des ersten Teils könnten etwas enttäuscht sein, denn sie werden einen großen Teil der Strecken wiedererkennen. Dafür bekommt man einen riesigen Fuhrpark mit vielen bekannten Marken geboten, die man umfangreich anpassen kann.

Need for Speed: Shift 2 Unleashed Vor allem Rennspielexperten werden an "Shift 2 Unleashed" ihren Spaß haben, denn sie können auch sehr feine Einstellungen an der Wagenabstimmung vornehmen. An das ebenfalls von den Slightly Mad Studios stammende "GTR" kommt das Spiel jedoch nicht heran, will es aber vermutlich auch nicht. Für Einsteiger können wir das neue "Need for Speed" trotz der Fahrhilfen nicht empfehlen. Sie sind mit "Need for Speed: Hot Pursuit" besser bedient.

Weitere Videos: Need for Speed: Shift 2 Unleashed

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