Microsoft Research zeigt intelligente Displays - Video

Forschung & Wissenschaft Microsofts Forschungsabteilung hat in dieser Woche auf dem TechFest 2011 einige Projekte gezeigt, an denen man derzeit arbeitet. Eine Projektgruppe beschäftigt sich mit so genannten Smart Interactive Displays.
In einem Video demonstriert ein Mitarbeiter von Microsoft Research, wie diese intelligenten, interaktiven Bildschirme funktionieren und welche Arten es gibt.

Mit dem Retro-Reflective Air-Gesture Display kann man mit den Fingern auf einem Display zeichnen, ohne es zu berühren. Dazu wird ein spezieller reflektierender Bildschirm genutzt, der von einem Projektor angestrahlt und gleichzeitig von einer Kamera beobachtet wird. Stellt man zwischen Display und Kamera einfache Gesten mit den Fingern dar, so werfen diese einen Schatten, der von der Kamera erkannt und auf einem angeschlossenen PC ausgewertet werden kann. Im Video wird gezeigt, wie man mit Hilfe von Bewegungen in der Luft auf einem Display zeichnet.


Eine praktischere Variante dieser Steuerungsmöglichkeit wird mit Hilfe einer Kamera realisiert, die durch ein halbdurchsichtiges AMOLED-Display schaut. Der Benutzer betrachtet den Bildschirm von der Oberseite und sieht eine gewöhnliche Bilddarstellung. Die Kamera auf der Unterseite dagegen kann die Hand des Nutzers erkennen, deren Bewegungen am PC ausgewertet werden können. So kann man den Bildschirm sowohl als Touchscreen als auch Air-Gesture-Display nutzen.

Im Rahmen eines weiteren Projekts wird ein so genanntes Steerable AutoStereo 3D-Display entwickelt. Es basiert auf einer flachen optischen Linse, die hinter einem LCD angebracht wurde, um einen Lichtstrahl direkt in ein Auge des Betrachters zu werfen. Dabei können linkes und rechtes Auge getrennt angesprochen werden. Mit Hilfe der Bewegungssteuerung Kinect überwachen die Forscher die Kopfbewegung des Nutzers und können die Augen somit immer genau treffen. Die Kombination aus den Signalen für das linke und rechte Auge ergibt ein 3D-Bild, das ohne Spezialbrille betrachtet werden kann.

Diese Technologie lässt sich auch noch für einen anderen Zweck einsetzen. Statt ein Bild für das linke und rechte Auge zu produzieren, werden zwei komplett unterschiedliche Bilder für zwei Personen ausgesendet. Somit können zwei Menschen gleichzeitig ein Display nutzen und dabei vollkommen unterschiedliche Inhalte betrachten. Theoretisch wäre es also möglich, dass der Mann im heimischen Wohnzimmer ein Fußballspiel verfolgt, während die Frau eine Folge "Sex and the City" schaut - auf dem gleichen Fernseher.

Abschließend demonstriert Microsoft in diesem Video ein virtuelles Fenster, das mit Hilfe der Bewegungssteuerung Kinect realisiert wird. Der Nutzer hat das Gefühl, als würde er durch ein Fenster blicken. Bewegt man den Kopf, um etwas anderes zu erkennen, wird dies erkannt und der dargestellte Bildausschnitt ändert sich.
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