Test: Gratis-Security-Software steht nicht zurück

Sicherheit & Antivirus Die Bundesregierung hat ihre Aufmerksamkeit in der letzten Zeit verstärkt auf den Bereich IT-Sicherheit gerichtet. 17 Millionen Euro sollen hier investiert werden, hieß es nun.
Im Zuge dessen werden drei Kompetenzzentren an Universitäten eingerichtet. Dort sollen langfristige Strategien entwickelt werden, wie Bürger, Unternehmen und Institutionen vor Angriffen aus dem Internet geschützt werden können.

Laut Bundesforschungsministerium sind rund 40 Prozent der Internetnutzer heute schon von Angriffen durch Schadsoftware betroffen. Allein um den dadurch verursachten Schäden vorzubeugen, entstehen der Wirtschaft und auch privaten Nutzern in Deutschland erhebliche Kosten.

Während in der Industrie oft Schwachstellen in komplexen Sicherheitskonzepten das Problem darstellen, liegen die Ursachen für Malware-Infektionen bei Privatanwendern eher an anderer Stelle. Häufig kommt es dann zu Problemen, wenn Rechner nicht, ungenügend oder mit den falschen Sicherheits-Programmen ausgestattet sind.

Für diesen Bereich hat die Stiftung Warentest gerade erst eine umfassende Untersuchung entsprechender Produkte vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass eine Reihe von Angeboten erhebliche Schwächen aufweisen, aber auch, dass ein guter Schutz nicht unbedingt vom Geldbeutel abhängt.

Als Testsieger kürte die Stiftung das Produkt "Bitdefender Internet Security". Dieses punktete nicht nur mit einem guten Schutz-System, sondern auch mit schnellen Updates beim Auftauchen neuer Schädlinge Auch die Handhabung bewerteten die Tester als gut, was vor allem gegenüber unerfahreneren Nutzern von Vorteil ist. Als Schwächen wurden die etwas anfällige Firewall sowie die aufwändige Aktivierung benannt.

Den zweiten Platz belegte die "Avira Premium Security Suite", die sich ebenfalls durch einen guten Scanner auszeichnet. Kritikpunkt ist hier aber die vergleichsweise späte Veröffentlichung von Updates der Signatur-Datenbank. Auf Rang 3 folgt "Eset Smart Security". Alle drei Produkte sind mit einem Preis von rund 40 Euro etwa gleich teuer.

Zehn Euro preiswerter kommt "G Data Internet Security" daher, die im Test auch die schnellsten Updates lieferte. Allerdings fiel das Produkt dadurch negativ auf, dass die Scan-Routinen relativ langsam sind und auf dem PC viele Ressourcen verbrauchen. Ein "gut" erhielt auch "Symantec Norton Internet Security".

Alle anderen getesteten kostenpflichtigen Produkte kamen über ein "befriedigend" nicht hinaus. Zu diesen zählen neben "Avast Internet Security", "AVG Internet Security" und "F-Secure Internet Security" auch entsprechende Pakete größerer Anbieter wie Kaspersky, McAfee, Panda und Trend Micro.

Statt für diese Geld auszugeben, können sich Anwender auch mit kostenlosen Anwendungen gut schützen. Zumindest "Avira AntiVir Personal" wurde von der Stiftung Warentest mit "gut" bewertet. Der Virenschutz des Programms arbeitet deutlich besser, als die Scanner vieler kommerzieller Produkte. Das Produkt bringt allerdings keine Firewall mit. Angesichts dessen, dass die systeminterne Lösung von Windows 7 ohnehin als besser eingestuft wurde, als viele Tools von externen Anbietern, genügt hier auch der Virenscanner an sich.

Drei weitere getestete Gratis-Produkte erhielten ein "befriedigend": "AVG Anti-Virus Free Edition 2011", "Avast Free Antivirus" und die "Microsoft Security Essentials", von letzterer wurde allerdings nicht die aktuelle Version getestet. Deren Leistung reicht zwar nicht an Avira heran, sie bieten aber immer noch mehr Schutz vor Malware, als eine ganze Reihe von kommerziellen Produkten.
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