Sun-Gründer: "Linux hätte niemals stattgefunden"

Wirtschaft & Firmen Scott McNealy, Mitbegründer und ehemaliger Chef von Sun Microsystems, hat Fehler in der Strategie für das Betriebssystem Solaris eingeräumt. Ohne diese, wäre man heute ein sehr erfolgreicher Anbieter in dem Bereich. Insbesondere auf der x86-Plattform habe man nicht den richtigen Weg gefunden, so McNealy. Das habe Linux den Spielraum gegeben, wichtige Segmente zu besetzen. Aus heutiger Sicht könne man nach Ansicht des Managers sagen, dass Sun zu lange an der eigenen SPARC-Plattform geklebt hat.

"Wenn wir einfach einen Intel Pentium-Chip genommen und eine Ein-Wege- und eine Zwei-Wege-Pizzabox mit Solaris darauf gebaut hätten, hätte Linux niemals stattgefunden", sagte McNealy auf einem Business- und Technologie-Forum im Silicon Valley. "Google würde dann heute mit Solaris arbeiten."

Sun versuchte erst spät in den x86-Markt einzudringen und hatte dabei durchaus Erfolge. Allerdings reichten diese nicht aus, um das Unternehmen zu retten. Nachdem der Konzern große Verluste geschrieben hatte, wurde er von Oracle übernommen. Der Software-Konzern vermarktet weiterhin Solaris-Produkte und optimiert nun seine Business-Software auf das Betriebssystem.

McNealy wusste auch noch ein weiteres Detail aus der Vergangenheit Suns zu berichten: Ende 1995 und Anfang 1996 stand man kurz davor, den Computer-Hersteller Apple zu übernehmen. Dieser befand sich damals auf dem Tiefpunkt seiner Entwicklung und die Aktie war gerade noch 5 bis 6 Dollar wert.

Allerdings gehörte dem Verhandlungs-Team von Apple demnach ein Investmentbanker an, der so viele Klauseln im Kaufvertrag unterbringen wollte, dass die Sun-Manager kurz vor der Unterzeichnung des Abkommens dann doch den Rückzug antraten.
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