WorldWideWeb: Der Web-Browser wird morgen 20

Browser Der Web-Browser feiert morgen seinen 20. Geburtstag. Unter dem Namen "WorldWideWeb" brachte der CERN-Physiker Tim Berners-Lee seine im vorhergehenden Herbst entwickelte Software an die Öffentlichkeit. Das Programm wurde später in "Nexus" umbenannt, um Verwechslungen mit dem World Wide Web als Internet-Dienst zu vermeiden. Der Nutzerkreis blieb allerdings erst einmal klein, da der Browser von Berners-Lee auf einem NeXTStep-System entwickelt wurde.

Es dauerte noch gut zwei Jahre, bis mit Mosaic ein Browser erschien, der auf Unix-, Macintosh- und Windows-Rechnern lief. Dieser bildete schließlich den Ausgangspunkt für den Siegeszug des World Wide Webs, das schnell zum wichtigsten Dienst im Internet wurde.

Die folgenden rund zehn Jahre waren schließlich geprägt vom so genannten Browser-Krieg. Angesichts der Bedeutung, die das Web in absehbarer Zeit haben würde, lieferten sich Netscape und Microsoft einen harten Kampf um die Vorherrschaft, den der Redmonder Software-Konzern schließlich klar für sich entscheiden konnte. Alternativen zu dessen Internet Explorer fristeten lange Zeit ein Nischendasein.

WorldWideWebWorldWideWeb unter NeXTStep Erst, als die Überreste des Netscape Navigators im Rahmen des Open Source-Projekts Mozilla stark verschlankt wurden gelang es erstmals wieder einem Browser, Microsofts Monopol aufzubrechen: Der Firefox wurde insbesondere von der Netz-Community vorangebracht, für die der Internet Explorer mit seiner stagnierenden Entwicklung längst zu einem Klotz am Bein geworden war.

Heute ist viel Bewegung im Browsermarkt. Neben dem Internet Explorer und dem Firefox konnten auch Googles Chrome und Apples Safari signifikante Marktanteile erringen. Sie wetteifern beständig um eine immer bessere Performance, was letztlich den Nutzern zugute kommt.

Die größere Vielfalt macht sich auch im Nutzungsverhalten bemerkbar. Nur jeder Dritte Internetnutzer verwendet ausschließlich den voreingestellten Browser auf seinem Rechner, mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) hat ihn durch einen individuell gewählten ausgetauscht. 23 Prozent haben sogar mehrere Programme für den Webzugang auf ihrem Computer installiert, zeigte eine Untersuchung des IT-Branchenverbandes BITKOM.
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