Microsoft: "Wir kopieren Googles Ergebnisse nicht"

Internet & Webdienste Microsoft hat die Behauptung des Konkurrenten Google zurückgewiesen, die Redmonder würden für ihre Suchmaschine Bing Ergebnisse kopieren, statt selbst in innovative Suchtechnologien zu investieren. In einer Stellungnahme gegenüber Mary-Jo Foley erklärte ein Unternehmenssprecher: "Wir kopieren Googles Ergebnisse nicht." In einem Eintrag im Blog des Bing-Teams erklärte Harry Shum, Corporate Vice President für Bing bei Microsoft, dass Google lediglich einen "Stunt wie aus einem Agentenkrimi" abgezogen habe.

Microsoft sieht offenbar vor allem in der Öffentlichkeitswirkung der Angaben von Google ein Problem. Für das Unternehmen ist es nach Angaben von Shum selbstverständlich, Daten aus optionalen Diensten wie etwa der Bing-Toolbar und der Funktion "Vorgeschlagene Sites" des Internet Explorer 8 in das Ranking der Suchergebnisse von Bing einfließen zu lassen.

Für den Ranking-Algorithmus von Bing werden laut Shum mehr als 1000 sogenannte "Signale" und andere Faktoren berücksichtigt. Die "Clickstream-Daten" von Bing-Toolbar & Co seien dabei nur ein kleiner Teil, der von einigen Anwendern beigesteuert wird, die der anonymen Weitergabe von Nutzungsdaten zugestimmt haben, um zur Verbesserung des Nutzungserlebnisses für die breite Masse beizutragen.

Es müsse klar sein, dass das Bing-Team von allen Nutzern lerne, um seine Produkte weiter zu verbessern. Die Vorwürfe von Google seien lediglich eine "kreative Taktik" eines Wettbewerbers, die man als ein durch die Blume ausgesprochenes Kompliment verstehe, so der Manager weiter.

Die Aussagen von Google würden nicht ausreichend wiedergeben, wie freiwillig weitergegebene Daten von Anwendern als einer von vielen Faktoren zur Verbesserung des Nutzungserlebnisses verwendet werden, sagte er. Es gehe stattdessen vor allem darum, die "kollektive Intelligenz" der Internet-User wie viele andere Unternehmen auch zur Verbesserung des Produkts zu nutzen.

Seit der Einführung von Bing sei es nie das Ziel gewesen, eine weitere Version einer bestehenden Suchmaschine zu schaffen. Stattdessen gehe es darum, den Anwendern hochwertige Ergebnisse zu liefern und sie schneller zum eigentlichen Ziel ihrer Recherche gelangen zu lassen.

Nach Microsofts Darstellung kommen die von Google kritisierten "Kopien" von Suchergebnissen also dadurch zustande, dass ein Teil der Anwender die Bing-Toolbar installiert hat oder die Funktion "Vorgeschlagene Sites" nutzt, während er Suchen über Googles Suchmaschine durchführt.
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