Wikileaks: Bankdaten wurden heute übergeben

Wirtschaft & Firmen Rudolf Elmer, ein ehemaliger Mitarbeiter der Schweizer Bank Julius Baer hat heute wie angekündigt Daten an Julian Assange, den Mitbegründer der Whistleblower-Plattform Wikileaks übergeben.
Diese sollen nun vom Wikileaks-Team überprüft und anschließend veröffentlicht werden. Nach Angaben Elmers handelt es sich um die Kontodaten von rund 2.000 Prominenten, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche nachvollziehbar machen sollen.

"Ich bin gegen das System. Ich weiß, wie das System funktioniert", erklärte Elmer seine Motivation zur Weitergabe der Informationen heute in London. "Ich war dabei. Ich habe den Job selbst gemacht. Ich weiß, was da Tag für Tag abläuft."

Der Banker leitete für Julius Baer die Niederlassung des Bankhauses auf den Cayman-Inseln. Er habe die Erfahrung gemacht, dass es ein ausgeklügeltes Netzwerk gibt, über das illegal auf geheime Offshore-Konten transferiert werden.

Bei den jetzt übergebenen Informationen soll es sich um die Daten von drei Banken, darunter auch Julius Baer, handeln. Sie decken einen Zeitraum von 1990 bis 2002 ab. Wie Elmer weiter ausführte, habe er die Informationen aus verschiedenen Quellen zugespielt bekommen.

Der Banker wurde bereits im Jahr 2002 von Julius Baer entlassen, nachdem er sich mehrfach über Geldwäsche beklagt hatte und als seriös arbeitender Buchhalter zur Bremse bei hochriskanten Spekulationsgeschäften wurde. Im Anschluss baute die Bank eine Drohkulisse auf, um Elmers Schweigen sicherzustellen.

Als die Situation für ihn immer unerträglicher wurde, trat er die Flucht nach vorn an und übergab Daten an Steuerbehörden und die Presse. Allerdings hielt sich das Interesse in Grenzen, da das komplizierte Geflecht der Offshore-Banken für Außenstehende kaum Nachvollziehen lässt.

Erst als Elmer die Informationen im Jahr 2008 über Wikileaks veröffentlichte, kam die Angelegenheit in Fahrt. Allerdings erneut weniger wegen des Inhalts, sondern wegen des aggressiven Vorgehens der Bank gegen Wikileaks, was in der Öffentlichkeit zu massiven Protesten führte.

Die Übergabe der neuen Daten erfolgte heute an dem Tag, an dem in der Schweiz auch das offizielle Verfahren gegen Elmer wegen der ersten Veröffentlichung beginnt. Ihm wird die Verletzung des Bankgeheimnisses vorgeworfen. Elmer geht aber davon aus, dass es nicht zu einer Verurteilung kommt, da sowohl der Ursprung der Daten als auch der Ort der Preisgabe nicht zum Schweizer Staatsgebiet gehört.

Assange kündigte an, die Informationen möglicherweise nicht nur auf Wikileaks zu veröffentlichen. Wenn man bei der Analyse auf konkrete Spuren illegaler Handlungen trifft, wolle man auch die jeweils zuständigen Steuerbehörden einschalten.
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