Russland: Rückschlag für Navigationssystem Glonass

Wirtschaft & Firmen Das russische Satelliten-Navigationssystem Glonass hat einen herben Rückschlag erlitten. Der Start von drei zusätzlichen Satelliten ist gescheitert. Diese sollten dafür sorgen, dass das System endlich weltweit lückenlos funktioniert. Wie die Nachrichtenagentur 'RIA Novosti' berichtete, bastelt die russische Raumfahrtagentur Roskosmos jetzt an einer Behelfslösung, um das Ziel letztlich doch noch bis zum Jahresende zu erreichen.

Für eine globale Abdeckung benötigt Glonass 24 Satelliten. Aktuell sind zwar schon 26 Stück im Orbit, sechs von ihnen gelten jedoch als Reserve oder sind deaktiviert. Ein Teil von ihnen soll nun kurzfristig in das laufende System eingebunden werden.

Allerdings wird auch dies noch nicht ausreichen. Deshlab wird wohl schon in den kommenden Tagen ein Glonass-K-Satellit in den Orbit geschossen. Dieser befindet sich allerdings noch im experimentellen Stadium und stellt nur eine Notlösung dar.

Die drei fertigen Satelliten sollten gestern mit einer Proton-Trägerrakete ins All befördert werden. Dabei kam es allerdings zu Komplikationen. Die Rakete stürzte schließlich in der Nähe von Hawaii in den Pazifischen Ozean.
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