Oracle erhält 1,3 Mrd. Dollar Entschädigung von SAP

Recht, Politik & EU Das langatmige Verfahren um den Datendiebstahl einer Tochterfirma von SAP ist nach 3 Jahren beendet. Die Software-Entwickler aus Deutschland müssen ihrem US-Konkurrenten eine rekordverdächtige Entschädigung in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar zahlen, entschied jetzt das zuständige Gericht.
Über die Entscheidung zeigt man sich bei SAP natürlich enttäuscht. Man hatte eine Entschädigung in Höhe von 40 Millionen Dollar für angemessen gehalten. Oracle dagegen jubelt über den Ausgang des Verfahrens. Aus dem Gerichtssaal wurde überliefert, dass sich die Anwälte des Unternehmens gegenseitig beglückwünschten.

Oracle hatte eine Klage gegen SAP eingereicht, da ein Tochterunternehmen der deutschen Software-Schmiede, das seinen Sitz in Texas hat, geistiges Eigentum von den Oracle-Servern heruntergeladen hat. Dabei soll es sich um Software-Quellcodes gehandelt haben. SAP gab diesen Verstoß zu und entschuldigte sich bei seinem Konkurrenten dafür. Oracle gab sich damit jedoch nicht zufrieden und betonte vor Gericht, wie aggressiv die Daten abgezogen wurden. Die Server des Unternehmens sollen enorm ausgelastet gewesen sein. Man warf SAP Industriespionage vor.

Die achtköpfige Jury, die nun die Entschädigungssumme festgelegt hat, schloss sich der Meinung des Klägers an. Demnach war das gestohlene geistige Eigentum sehr wertvoll. Als Begründung wurde angegeben, dass die IT-Branche nur funktionieren kann, wenn sich alle Beteiligten an das Urheberrecht halten.

SAP wird nun versuchen, die Schadenersatzzahlungen zu verringern. Obwohl das zivilrechtliche Verfahren als beendet gilt, könnte es von staatlicher Seite noch Probleme geben. Die US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden könnten Untersuchungen aufnehmen.
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