25 Jahre Windows - Meilensteine der Entwicklung

Windows, Logo, Bootscreen Bildquelle: McBanana / Deviantart
Microsoft feiert in diesen Tagen den 25. Geburtstag von Windows, denn am 20. November 1985 kam mit Windows 1.0 die erste Version des heute am weitesten verbreiteten und bisher kommerziell erfolgreichsten Betriebssystems der Welt auf den Markt. Um das Jubiläum zu feiern, hat WinFuture nicht nur ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen gestartet, sondern wir wollen im folgenden auch einen Überblick der Meilensteine der Windows-Geschichte geben. Alles begann mit der Vorstellung von Windows 1.0 am 10. November 1983, doch erst zwei Jahre später kam das Produkt als grafische Oberfläche für MSDOS auf den Markt.

Windows 1.0
Windows 1.0 wurde bei seiner Vorstellung 1983 anlässlich der Computermesse COMDEX noch als "Interface Manager" für DOS präsentiert worden. Erst einige Zeit später erhielt die Software von Microsofts Marketing-Strategen den Namen "Windows". Hintergrund war, dass die hauseigenen Entwickler stets von Fenstern - also "Windows" -sprachen, wenn es um den Umgang mit den einzelnen Teilen der Oberfläche ging.

Der Einführungspreis von Windows 1.0 lag 1985 bei gerade einmal 99 US-Dollar, was im Vergleich zu den heute oft sehr teuren Premium-Varianten von Windows und den damals üblichen Technikpreisen recht wenig scheint. Letztlich wurde Windows 1.0 jedoch kein großer kommerzieller Erfolg, denn die Zahl der verfügbaren Anwendungen war sehr gering. Schon damals setzte Microsoft auf einen Vertrieb, der nicht nur über Händler, sondern auch über einen direkten Kontakt zu den Hardware-Herstellern lief.

25 Jahre Windows - Windows 1.0 25 Jahre Windows - Windows 1.0 25 Jahre Windows - Windows 1.0

Die Bedienung von Windows 1.0 erfolgte über einen recht simplen Datei-Manager, über den die ausführbaren Dateien der einzelnen Programme ausgewählt und gestartet werden konnten. Der Anwender konnte sich dann mehrere Dokumente in verschiedenen Fenstern anzeigen lassen. Erstmals hielt eine Art Taskleiste Einzug, bei der die verschedienen geöffneten Programm am unteren Bildschirmrand anhand von Symbolen ausgewählt werden konnten. Die Bedienung erfolgte mit Maus und Tastatur.

Die am 21. November 1985 vorgestellte erste tatsächlich verfügbare Version von Windows trug die Nummer 1.01. Seit Mai 1986 waren erstmals Varianten in einigen europäischen Sprachen erhältlich, darunter auch eine deutsche Ausgabe, die für rund 340 D-Mark angeboten wurde. Im Laufe der Zeit erhielt Windows 1.0 einige Updates, die allerdings nur kleinere Verbesserungen enthielten, zu denen auch aktualisierte Treiber für verschiedene Geräte gehörten.

25 Jahre Windows

Windows 2.0
Windows 2.0 brachte 1987 gegenüber der Version 1.0 zwar nur vergleichsweise wenige Neuerungen mit sich. Dazu gehörte, dass Fenster nun auch überlappend angezeigt werden konnten. Außerdem ließ sich nun die Größe ändern und das bis heute übliche Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern mittels ALT+Tab war erstmals möglich. In technologischer Hinsicht war Windows 2.0 vor allem deshalb ein Meilenstein, weil die Variante Windows/386 erstmals die 32-Bit-Technologie von Intels 80386-Prozessoren unterstützte. Darüber hinaus gab es Word und Excel erstmals auch für Windows.

Mit Windows 2.0 begann zudem eine langwierige rechtliche Auseinandersetzung mit Apple. Mitte März 1988 reichte Apple Klage ein, weil man durch verschiedene Elemente der Benutzeroberfläche das Urheberrecht verletzt sah. Apple war der Überzeugung, dass Microsoft in Sachen Benutzerführung und Oberflächengestaltung dreist beim Mac geklaut hatte, wobei es unter anderem um die Anzeige überlappender Fenster ging. Die Richter in dem Verfahren ließen nur einen kleinen Teil der fast 200 Klagepunkte von Apple überhaupt zu dem Verfahren zu. Mitte April 1992 wurde dann entschieden, dass die meisten Elemente der Oberfläche nicht durch das Urheberrecht geschützt werden können.

Windows 3.0
Als Windows 3.0 1990 auf den Markt kam, hielten zahllose Neuerungen und eine Vielzahl von Programmen Einzug, die dafür sorgten, dass man, obwohl Windows weiterhin auf DOS aufsetzte, erstmals von Windows selbst als Betriebssystem sprach. Seit der Version 3.0 kann Windows auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden, ohne dass dafür eine speziell für den jeweiligen Prozessor gedachte Version nötig ist. Ab Werk wurde nun die Grafikausgabe per VGA unterstützt und die bis heute übliche Registrierungsdatenbank hielt Einzug.

25 Jahre Windows - Windows 3.0 25 Jahre Windows - Windows 3.0 25 Jahre Windows - Windows 3.0

Windows 3.0 wurde millionenfach verkauft. Bereits nach vier Monaten hatte Microsoft eine Million Kopien zu einem Verkaufspreis von 150 Dollar abgesetzt. Bis zum Jahr 1991 ging Windows 3.0 dann immerhin 25 Millionen Mal über die Ladentheken. Allmählich begann auch der Abschied von der Diskette als Installationsmedium, denn schon die mit Multimedia-Funktionen erweiterte Ausgabe Windows 3.00a wurde nur noch auf CD-ROM angeboten.

Windows 3.1 und 3.11
Mit dem Anfang März 1992 veröffentlichten Windows 3.1 begann der große kommerzielle Erfolg von Microsofts Betriebssystem. Ab dieser Ausgabe wurden Soundkarten standardmäßig unterstützt und die Ausgabe von hohen Bildschirmauflösungen und Farbtiefen bis zu 32 Bit wurde möglich. Dies sorgte allerdings auch dafür, dass viele Programme, die für die Vorgängerversion entwickelt wurden, nicht mehr in Verbindung mit dem neuen Windows 3.1 eingesetzt werden konnten.

25 Jahre Windows - Windows 3.1 25 Jahre Windows - Windows 3.1 25 Jahre Windows - Windows 3.1

Microsoft nahm mit Windows 3.1 auch den Kampf gegen "Softwarepiraten" auf, indem das Unternehmen ein Hologramm auf den Installationsmedien und das so genannte Echtheitszertifikat einführte. Außerdem erprobte Microsoft eine Art Prüfung, durch die Probleme mit alternativen DOS-Versionen wie DRDOS verursacht werden sollten, deaktivierte diese aber in der fertigen Retail-Verion. Zu den technischen Neuerungen gehörten die Unterstützung für TrueType-Fonts und die Möglichkeit, Dateien zwischen Fenstern per Drag and Drop hin und her zu bewegen.

25 Jahre Windows - Windows 3.1 25 Jahre Windows - Windows 3.1 25 Jahre Windows - Windows 3.1

Mit dem im November 1993 erschienen Windows 3.11 für Workgroups wurde erstmals der Zugriff auf das Internet möglich. Über ein Update konnte das TCP/IP-Protokoll nachinstalliert werden, so dass langfristig auch die Chance bestand, per ISDN und DSL ins Internet zu kommen. Die Mindestanforderung war damals ein 386SX oder 386DX Prozessor von Intel oder ein kompatibles Produkt von anderen Herstellern wie AMD und VIA. Windows 3.11 war insgesamt 15 Jahre verfügbar, konnte es doch bis Ende 2008 noch von Geräteherstellern erworben werden, die es unter anderem auf Embedded-Systemen einsetzen.

Windows NT
Schon 1992 wurde Windows NT, wobei der Namenszusatz für "New Technology" steht, anlässlich der Win32 Professional Developers Conference in San Francisco erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Zielen der neuen, modular entwickelten Plattform gehörte eine deutlich größere Stabilität, die das neue System für die Verwendung auf Server-Systemen besser geeignet machte. Es gab Varianten für Workstation- und für Server-Systeme, NT war also von vornherein eigentlich für den Business-Markt konzipiert.

Mitte 1993 war mit Windows NT 3.1 die erste Ausgabe im Handel erhältlich, mit der der Abschied von der Abhängigkeit von MSDOS begann. Mit NTFS hielt ein neues Dateisystem Einzug und schon von Anfang an wurde ein 32-Bit-Kernel verwendet. Dadurch entstanden diverse Kompatibilitätsprobleme mit den älteren Versionen von Windows, weshalb Microsoft sich entschied, die DOS-basierte Windows-Familie zunächst weiter zu entwickeln, vor allem um Spiele-Nutzern weiter attraktive Produkte zu bieten.

1994 bzw. 1995 hielt Windows NT 3.5 bzw. 3.51 Einzug. Diese Version brahte vor allem Detailverbesserungen mit, die für eine größere Stabilität sorgten. NT 3.51 unterstützte diverse neue 32-Bit-Anwendungen, die zuvor nicht lauffähig waren und wird noch heute vielerorts auf isolierten Systemen eingesetzt. Es konnte auf diversen Plattformen eingesetzt werden, darunter neben PowerPC auch RISC-Systeme.

Windows 95 und Windows NT 4.0
Unter dem Codenamen "Chicago" ging Windows 95 im Jahr 1994 in seine erste breit angelegte Testphase. Mehr als 20.000 Kunden, Enthusiasten, Software-Entwickler und Hardware-Hersteller aus über 20 Ländern in aller Welt erhielten die Vorabversion. Im Februar 1995 ging Windows 95 dann in einer Testversion an wenige ausgesuchte Tester, die allerdings ein Geheimhaltungsabkommen unterzeichnen mussten. Ende August 1995 wurde dann die fertige Ausgabe zum Verkauf freigegeben, mit der der Abschied von der 16-Bit-Architektur endgültig wurde.

25 Jahre Windows - Windows 95 25 Jahre Windows - Windows 95 25 Jahre Windows - Windows 95

Der Marktstart erfolgte mit einer riesigen Marketing-Kampagne, was dann auch für einen nie dagewesenen Erfolg des neuen Betriebssystems sorgte. Unter anderem hielt nun echtes Multitasking auch bei den "Nicht-NT-Systemen" Einzug. Mit der zweiten Version Windows 95B wurden erstmals Festplattenpartionen von mehr als zwei Gigabyte Kapazität unterstützt. Besonders auffällig war die stark überarbeitete Benutzeroberfläche, zu der auch das neue Startmenü, Kontextmenüs und der Desktop gehören. Windows 95B bot außerdem erstmals USB-Support, der jedoch erst mit der 1997 erschienenen Version 95C einigermaßen einwandfrei seinen Dienst tat.

1996 hielt auch Microsofts Browser Internet Explorer 3.0 erstmals auf breiter Front Einzug. Innerhalb der ersten Woche nach dem Termin der offiziellen Verfügbarkeit wurde die Software bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen, obwohl das Internet damals bei weitem noch nicht seine heutige Bedeutung erreicht hatte. Im gleichen Jahr kam außerdem Windows NT 4.0 auf den Markt, das eine ähnliche Oberfläche wie Windows 95 spendiert bekommen hatte.

Windows 98
Mitte 1998 kam das zuvor unter dem Codenamen "Memphis" entwickelte Windows 98 auf den Markt, das die Linie der Nicht-NT-Systeme von Microsoft fortführte. Der Verkauf lief als "Update" zu Windows 95 von Anfang an ordentlich, obwohl Windows 98 zunächst noch zahlreiche Fehler aufwies, die erst mit der späteren Veröffentlichung der so genannten Second Edition einigermaßen unter Kontrolle gebracht werden könnten. Besonders berühmt wurde ein Vorfall während der Vorstellung anlässlich der Consumer Electronics Show 1998, als ein Bluescreen-Absturz den Microsoft-Gründer Bill Gates bei seinem Bühnenauftritt blamierte. Das neue Betriebssystem war anfangs in mehr als 40 Ländern erhältlich.

25 Jahre Windows - Windows 98 25 Jahre Windows - Windows 98 25 Jahre Windows - Windows 98

1999 wurden mit Windows 98 Second Edition diverse sinnvolle Neuerungen eingeführt, die dem Betriebssystem zu einem schnellen Erfolg verhalfen. Unter anderem wurde die USB-Unterstützung deutlich verbessert und erstmals konnte eine Internet-Verbindung eines Rechners mittels der Verbindungsfreigabe auch von anderen Rechnern genutzt werden. Aufgrund der Beliebtheit wurde der Support deutlich länger aufrecht erhalten als ursprünglich geplant war. Hintergrund waren die Probleme mit Windows Millenium, das bis zur Einführung von Windows Vista oft als größter Fehlschlag in der Geschichte von Windows betrachtet wird.

Windows Millenium
Windows Millenium war das letzte Betriebssystem der so genannten Windows 9x-Reihe beziehungsweise DOS-Linie. Die Grundlage bildete Windows 98SE, wobei unter anderem der neue Windows Media Player 7 Einzug hielt. Darüber hinaus wurde die Unterstützung für den USB-Standard deutlich verbessert, es gab jedoch von Anfang an massive Stabilitätsprobleme, was Windows Millenium einen nachhaltig schlechten Ruf einbrachte. Erst nach diversen Updates konnte Windows ME einigermaßen zuverlässig eingesetzt werden.

25 Jahre Windows - Windows ME 25 Jahre Windows - Windows ME 25 Jahre Windows - Windows ME

Windows 2000
Die Betaphase von Windows 2000 begann schon im Herbst 1997 als unter der Bezeichnung Windows NT 5.0 die erste Vorabversion an Tester verteilt wurde. Der Name Windows 2000 wurde ab 1998 verwendet. Mitte Februar 2000 erschien dann die erste finale Ausgabe des vor allem im Business-Bereich sehr beliebten Betriebssystems. Zwar war es mit rund 800 D-Mark sehr teuer, doch im Laufe der Zeit fand Windows 2000 auch unter Privatanwendern viele Fans, was auch auf seine hohe Kompatibilität zu Programmen zurückzuführen ist, die eigentlich für Windows XP entwickelt wurden.

25 Jahre Windows - Windows 2000 25 Jahre Windows - Windows 2000 25 Jahre Windows - Windows 2000

Die Kunden schätzten an Windows 2000 stets die hohe Stabilität, was bei XP Anfangs keineswegs der Fall war. Gerade in Unternehmen wird Windows 2000 heute noch oft an Workstation-Systemen eingesetzt, was vor allem auf die langjährige Unterstützung durch Microsoft und ständige Aktualisierungen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu den Nachfolgeversionen muss Windows 2000 noch nicht durch Microsoft aktiviert werden, sondern kann nach Eingabe eines gültigen Produktschlüssel sofort genutzt werden. Im Juli 2010 endete der Support durch Microsoft endgültig.

Windows XP
Mit Windows XP führte Microsoft im Jahr 2001 sein bisher erfolgreichstes Betriebssystem ein, das zuvor unter dem Codenamen "Whistler" entwickelt wurde. Der Namenszusatz "XP" steht hier für eXPerience, was die Multimediafähigkeit betonen soll. Windows XP wurde in den Varianten Home Edition, Professional, Media Center Edition und später auch als Tablet PC Edition angeboten. Im Jahgr 2005 wurde zudem eine 64-Bit-Variante eingeführt, die eigentlich auf Windows Server 2003 basiert. Für Entwicklungsländer gab es außerdem die funktionell beschränkte so genannte Windows XP Starter Edition.

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Mit XP hielt erstmals der NT-Kern im Privatkundenbereich Einzug, was neben der neuen Benutzeroberfläche "Luna" für eine deutlich größere Benutzerfreundlichkeit durch eine erhöhte Stabilität sorgen sollte. Zusätzlich wurde unter anderem das Startmenü ausgebaut, so dass nun zwei Spalten zum Einsatz kamen, die einerseits den Zugriff auf alle Programme und andererseits die am häufigsten genutzten Dokumente und Anwendungen des Anwenders ermöglichen sollten. Der Windows Explorer wurde zudem um Multimedia-Funktionen erweitert, die die Anzeige von Bildern, das Brennen von CDs und den Umgang mit komprimierten Dateien erlaubten.

Mit der nun perfektionierten Systemwiederherstellung war außerdem das Zurücksetzen des Systems in einen früheren Zustand möglich, was vor allem bei fehlerhaften Installationen von Treibern und Anwendungen Abhilfe bieten sollte. Weitere wichtige Neuerungen waren die Einführung des Dateisystems NTFS im Markt der Privatanwender und die Integration der Windows Firewall, die mit dem zweiten Service Pack deutlich verbessert wurde. Die Kantenglättung für Schriften ClearType wurde bei XP ebenfalls neu eingebaut.

Windows XP ist bei den Anwendern noch heute extrem beliebt. Zahllose Nutzer blieben auch nach der Einführung des Nachfolgers Windows Vista beim bewährten XP, weil sie keinen Grund sahen, eine Aktualisierung vorzunehmen. Oft herrschte die Meinung vor, ein Upgrade auf Vista lohne nicht, weil keine Neuerungen vorhanden seien, die dies rechtfertigen würden. Der Vertrieb von Windows XP wurde erst vor einigen Wochen offiziell eingestellt. Microsoft leistet nach einer mehrfachen Verlängerung der Frist noch bis April 2014 Support für das fast 10 Jahre alte Windows XP.

Windows Vista
Wegen des großen Erfolgs von Windows XP wollte Microsoft mit der nächsten Version seines Betriebssystems eine große Anzahl von Neuerungen liefern. Während der Entwicklung kam es jedoch zu massiven Verzögerungen. Selbst ranghohe Manager geben heute zu, dass Microsoft sich zunächst zu hohe Ziele gesteckt hatte, weshalb die Entwickler zwischenzeitlich die Notbremse zogen und die Arbeit am Nachfolger von Windows XP von neuem begann. 2005 erschien die erste Vorabversion von Windows Vista, es dauerte aber noch bis 2007 bis das neue Betriebssystem endlich in den Handel kam. Technisch bot Vista tatsächlich viele Neuerungen.

25 Jahre Windows - Windows Vista 25 Jahre Windows - Windows Vista 25 Jahre Windows - Windows Vista

Unter anderem wurde die neue Benutzeroberfläche "Aero" integriert, deren Darstellung teilweise Hardware-beschleunigt erfolgen kann. Aero sorgte für Animationen beim Umgang mit den Programmfenstern und erlaubt den Entwicklern die Nutzung diverser Effekte. Mit der Windows Sidebar wurden zudem die sogenannten Widgets auf den Desktop gebracht. Dabei handelt es sich um Minianwendungen, die zum Beispiel zur Anzeige von Informationen aus dem Internet genutzt werden können, ohne dass dafür ein Browser gestartet werden muss.

Während Microsoft Windows Vista durchaus als Erfolg betrachtet, gilt das Betriebssystem in der öffentlichen Meinung als weitgehend gescheitert. Trotz zahlreicher Neuerungen wurde Vista von den Kunden nur schleppend angenommen. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden immerhin 100 Millionen Lizenzen für Vista verkauft. Zahlreiche Unternehmen und Privatanwender verzichteten jedoch auf ein Upgrade auf Windows Vista, da sie der Meinung waren, die Neuerungen würden den Migrationsaufwand nicht rechtfertigen. Zudem war Vista vor der Bereitstellung des ersten Service Packs in vielen Bereichen noch unfertig, was neben der enttäuschenden Perfomance und beschränkter Treiberverfügbarkeit ebenfalls für Frustration unter den Kunden sorgte.

Windows 7
Windows 7 erhielt seinen offiziellen Namen im Jahr 2008 als im September eine erste Vorabversion an die Teilnehmer von Microsofts Entwicklerkonferenz PDC herausgegeben wurde. Ab Februar 2009 verteilte Microsoft dann die erste breit verfügbare Beta, die mehrere Millionen Mal von interessierten Testern heruntergeladen wurde. Die Nachfrage war sogar so groß, dass Microsoft den Download zwischenzeitlich wegen einer Überlastung seiner Server vom Netz nehmen musste. Die Entwicklung von Windows 7 wurde im Juli 2009 abgeschlossen, es dauerte aber noch bis Ende Oktober bis das neue Betriebssystem im Einzelhandel für jedermann zu haben war.

25 Jahre Windows - Windows 7 25 Jahre Windows - Windows 7 25 Jahre Windows - Windows 7

Die wohl wichtigste Neuerung in Windows 7 ist die grundlegend überarbeitete Taskleiste, bei der nun alle Fenster eines Programms über das jeweilige Programmsymbol erreichbar sind. Das Interface wurde für eine effektivere Nutzung aufbereitet, so dass der Zugriff auf häufig genutzte Dokumente und Anwendungen nun schneller möglich ist. Außerdem kann Windows 7 dank einer gewissen Touch-Optimierung auch auf Multitouch-Systemen eingesetzt werden. Neu sind auch die so genannten Bibliotheken, in denen Dateien verschiedener Art unabhängig von ihrem jeweiligen Speicherort zusammengefasst werden können.

Windows 7 wird vom Markt bisher nach Angaben von Microsoft so gut angenommen wie kein Betriebssystem zuvor. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden bereits 240 Millionen Lizenzen abgesetzt, was Windows 7 einen aktuellen Marktanteil von rund 24 Prozent beschert. Aufgrund von Auflagen der Wettbewerbshüter der Europäischen Union wurde im März 2010 ein Menü zur Browserwahl integriert. Derzeit arbeitet Microsoft am ersten Service Pack für Windows 7, das im Frühjahr 2011 erwartet wird. Der Nachfolger Windows 8 wird aller Voraussicht nach im Jahr 2012 auf den Markt kommen, schließlich ist Microsoft nach dem Vista-Desaster mit Windows 7 wieder zu einem zwei- bis dreijährigen Release-Zyklus zurückgekehrt.

25 Jahre Microsoft Windows - Gewinnspiel
WinFuture und Microsoft veranstalten anlässlich des 25. Geburtstags von Windows ein Gewinnspiel. Wer teilnehmen möchte, muss lediglich ein Original-Datenträger einer Windows-Version, die älter als XP ist, abgelichtet und eingesendet werden. Als Gewinne winken fünf Windows 7 Home Premium Family Packs, die jeweils drei Lizenzen für die Verwendung in einem Haushalt enthalten, sowie zwölf Mal Windows 7 Ultimate in der Retail-Version.

Weitere Infos: WinFuture Windows Geburtstags-Gewinnspiel Windows, Logo, Bootscreen Windows, Logo, Bootscreen Mcbanana / Deviantart
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