Windows Phone 7: Drei HTC-Smartphones im Test

Seit wenigen Wochen sind in Deutschland die ersten Smartphones mit Windows Phone 7 erhältlich. Bei allen Netzbetreibern ist der Hersteller HTC vertreten, der gleich drei Modelle auf den Markt gebracht hat, die wir jetzt genauer unter die Lupe genommen haben.

Dabei handelt es sich um das HTC Mozart, das HTC Trophy sowie das HTC HD7. Über das erste Modell durften sich kürzlich alle Microsoft-Mitarbeiter freuen, denn ihr Arbeitgeber hat ihnen die Hardware anlässlich der Markteinführung von Windows Phone 7 spendiert.

In diesem ersten Testbericht möchte ich nun die drei Smartphones von HTC auf Herz und Nieren prüfen und meine Erfahrungen damit schildern. Fast zwei Wochen bin ich nun mit drei Smartphones in der Tasche herumgelaufen. Da ein Handy ein sehr persönlicher Gegenstand ist, den man eigentlich immer dabei hat und meistens zwei Jahre lang nutzt, soll auch dieser Testbericht etwas persönlicher ausfallen.

Windows Phone 7: Smartphones von HTC
HTC HD7, Trophy & Mozart (von links nach rechts)

In den kommenden Tagen folgt dann ein ausführlicher Erfahrungsbericht über Windows Phone 7, in dem geschildert wird, wie sich Microsofts neues Mobil-Betriebssystem im Vergleich zu Android und iOS schlägt.

HTC HD7
Das HTC HD7 ist das größte Smartphone mit Windows Phone 7, das der taiwanische Hersteller im Angebot hat. Dementsprechend fielen auch die Reaktionen beim Vorzeigen des Geräts aus. "Wow, das ist groß" hörte ich am häufigsten.

Dabei misst das Display "nur" 4,3 Zoll in der Diagonale. Dafür ist das gesamte Gerät mit 68 Millimetern ziemlich breit und mit 122 Millimetern auch etwas lang geraten. Bei der Bedienung mit nur einer Hand muss man in manchen Situationen schon ziemliche gelenkig sein. Die Dicke des Smartphones beläuft sich auf 11,2 Millimeter. Das Gewicht gibt der Hersteller inklusive Akku mit 162 Gramm an.

HTC HD7 HTC HD7 HTC HD7
Fotostrecke zum HTC HD7 starten

Betrachtet man die Rückseite des HTC HD7 fällt sofort die Kamera ins Auge. Ungewöhnlich sind die zwei kleinen Punkte neben der Linse. Dabei handelt es sich um ein doppeltes LED-Blitzlicht. Beim Fotografieren sorgt es dafür, dass die abgelichteten Personen eine Weile brauchen, bis sie wieder normal sehen können, denn beim Auslösen lässt das Handy ein wahres Blitzlicht-Gewitter los. Die dabei entstehenden Bilder wirken zu hell.

Ohne Blitzlicht dagegen sind die Fotos der 5-Megapixel-Kamera durchaus zu gebrauchen. Dafür sorgt auch der Autofokus, der sich bei schnellen Aufnahmen als sehr nützlich erwies. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann zuvor auch ein spezielles Aufnahmeprogramm auswählen, darunter Landschaft, Portrait und Kerzenschein.

Beispielbilder mit dem HTC HD7 Beispielbilder mit dem HTC HD7 Beispielbilder mit dem HTC HD7
Beispielbilder mit der Kamera des HTC HD7

Leistungstechnisch macht das HTC HD7 einen soliden Eindruck. Der 1 GHz schnelle Prozessor sorgt dafür, dass das Betriebssystem und die Apps flüssig laufen. Negative Erlebnisse hatte ich im gesamten Testverlauf nicht. Der RAM umfasst 576 Megabyte, hinzu kommt ein 512 Megabyte großer ROM. Der für Anwendungen und Bilder, Musik und Videos nutzbare Speicher beläuft sich auf 16 Gigabyte.

In Sachen Multimedia ist das HTC HD7 ein wahres Multitalent. Kopfhörer lassen sich über einen 3,5-mm-Audioanschluss verbinden. Spezielle Hardware, wie es bei einigen anderen Smartphones von HTC der Fall ist, benötigt man also nicht.

Wer auf seinem Smartphone Videos gucken will, ist mit dem HD7 gut beraten. Dazu tragen die integrierten Lautsprecher bei, die einen vergleichsweise voluminösen Klang erzeugen, zumindest für ein Handy. Zudem lässt sich auf der Rückseite ein kleiner Ständer ausklappen (siehe Foto), so dass man das Gerät bequem vor sich aufstellen kann, um einen Film zu gucken.

HTC HD7
Das HTC HD7 besitzt einen integrierten Kick-Ständer

Der Akku des HTC HD 7 hielt in unseren Testläufen nicht sehr lange durch. Dies dürfte an der mit 1.230 mAh geringen Kapazität liegen. Erschwerend kommt das große Display hinzu, das einen großen Teil der Energie absaugt. HTC gibt die Standby-Zeit mit 310 (GSM) bzw. 320 Stunden (UMTS) an. Telefonieren kann man mit einer Akkuladung 380 (GSM) bzw. 320 Minuten (UMTS).

Ansonsten bietet das HTC HD7 die typische Smartphone-Ausstattung: Sensoren für Beschleunigung, Kompass, Näherung und Umgebungslicht, WLAN (802.11 b/g/n), Bluetooth 2.1 und GPS.

Der Preis des HTC HD7 beläuft sich auf 529 Euro. Bei diversen Anbietern bekommt man es jedoch auch ein paar Euro billiger. Offizieller Anbieter in Deutschland ist O2.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum das HTC Mozart derzeit das beste Smartphone mit Windows Phone 7 ist.
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Hm naja das Mozart hätte bei mir glaub ich auch gewonnen :) Aber ich bin weiterhin skeptisch was die WP7 betrifft.. Hatte leider noch nicht die möglichkeit es selbst anzutesten :/
 
@Marxus: Das für mich interessanteste ist derzeit das Dell Venue Pro. Ist zwar mit 193 Gramm das schwerste, allerdings für den Businessbereich dank seiner Tastatur für mich am geeignetsten. Und es sieht einfach nur heftigst schick aus.
 
@Knarzi: Ich hab nix gegen Mehrgewicht wenn dafür was praktisches rauskommt, muss ich mir gleich mal angucken
 
@Marxus: Ich habe in den letzten drei Wochen zwei verschiedene HD7 getestet. HTC hat's meines Erachtens total verkackt. Der "voluminöse" Lautprecher ist auf Maximum so leise, dass ein Gespräch zwischen zwei Personen genügt um das Handy kaum noch klingeln zu hören (die Qualität des Sounds ist für ein "Movie-Handy" lächerlich). Die Kamera ist meines Erachtens auch bei Tageslicht nicht zu gebrauchen. Habe bisher wenige scharfe Bilder hinbekommen. Versteht mich nicht falsch, es gibt Dinge über die man weg sehen kann. Aber mein Smartphone muss ich auch im Wirtshaus klingeln hören und bei dem Preis kann ich auch 'ne halbwegs gute Cam erwarten. Bestellt ist nun das Omnia 7 mit Hoffnung auf mehr Zufriedenheit. WP7 gefällt mich jedoch sehr sehr gut. :)
 
@Knarzi: Das LG Optimus 7Q wird übrigens auch eine Hardware-Tastatur spenidert bekommen. Allerdings ist da noch nichts über einen release bekannt, so weit ich weiß.


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