Amazon hat sein eigenes Filmstudio gestartet
Die Webseite des Projekts ist so ausgelegt, dass Drehbuchautoren, Produzenten und Filmfreunde in einer Art Community zusammenfinden können. So können Drehbücher hochgeladen und angesehen werden. Das Feedback der Nutzer soll anschließend Verbesserungen ermöglichen.
Auch bereits gedrehtes Material lässt sich über die Plattform bereitstellen. Die Testfilme müssen mindestens 70 Minuten lang sein, wenn sie dem kritischen Blick des potenziellen späteren Publikums präsentiert werden.
Amazon lobt dabei auch Preise aus. Monatlich sollen 100.000 Dollar für den besten Film und 20.000 Dollar für die beiden besten Drehbücher ausgelobt werden. Einmal im Jahr wird außerdem ein Film mit 1 Million Dollar und ein Drehbuch mit 100.000 Dollar prämiert.
"Wir hoffen, dass die Amazon Studios Filmemachern dabei helfen, zu experimentieren und zusammenzuarbeiten", erklärte das Unternehmen. Dabei gibt sich der Online-Händler allerdings durchaus nicht zurückhaltend, was die größeren Ziele angeht.
So wolle man durchaus einen Punkt erreichen, wo die Plattform zum Ausgangspunkt von sehr erfolgreichen Produktionen wird. Außerdem wolle man die engen Strukturen Hollywoods aufbrechen. Immerhin würden weltweit gute Filme produziert, die es schwer haben, sich gegen die mächtigen Studios aus Kalifornien durchzusetzen.
Fachkundige Unterstützer hat das Projekt bereits. So arbeiten unter anderem Jack Epps von der USC School of Cinematic Arts, aus dessen Feder unter anderem der Film "Top Gun" stammte, und der ehemalige Präsident von Miramax und Warner Independent Pictures, Mark Gill, bei dem Projekt mit. Auch das Studio Warner Bros. Pictures sagte bereits zu, sich an erfolgversprechenden Verfilmungen zu beteiligen.
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