Mobilfunkanbieter kassieren bei Vertragsende ab

Wirtschaft & Firmen Wer nach dem Ende seines Handyvertrags die SIM-Karte nicht zurück schickt, muss bei sieben Anbietern zahlen. Bis zu 29,65 Euro werden von den Nutzern verlang, berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Diese hat eine Erhebung bei 25 Mobilfunkanbietern durchgeführt. Das Ergebnis: Während es zehn Unternehmen ihren Kunden überlassen, was sie mit den ausrangierten SIM-Karten anstellen, fordern acht in ihren Geschäftsbedingungen, mehr oder weniger nachdrücklich, die Rückgabe. Weitere sieben Unternehmen bekräftigen diese Aufforderung noch mit einem deftigen Kartenpfand.

Wer seine SIM-Karte nicht zurückgibt, zahlt beispielsweise bei Talkline 9,97 Euro. Bei sechs Partner- und Tochterunternehmen der Drillisch AG, zu der beispielsweise die Discounter Simply und McSIM gehören, werden sogar teilweise 29,65 Euro verlangt.

Die Beträge werden meist mit einer der beiden letzten Rechnungen eingezogen. Nur wer den Pfand-Posten entdeckt und die SIM-Karte retour schickt, bekommt das Geld erstattet. Mal bleibt den Kunden dafür eine Frist von 14 Tagen (Talkline), mal verfällt das Pfand nach drei Wochen (Drillisch-Gruppe).

Peter Eggers von der Drillisch AG begründet die Praxis mit dem Datenschutz: "Da sich auf der SIM-Karte kundenunabhängige Daten Dritter befinden, ist ein Rückforderung sinnvoll." Es sei auch im Interesse der Kunden, die Karten "fachgerecht unbrauchbar" zu machen. Eigenhändig mit einer Schere die Daten zu zerstören, trauen die Drillisch-Firmen ihren Kunden offenbar nicht zu, kommentiert die Verbraucherzentrale diese Praxis.

Wiederum eine andere Begründung des Pfands führt Talkline ins Feld. Dieser gehe auf eine Verpflichtung zurück, "das Eigentum an den SIM-Karten für den jeweiligen Netzbetreiber zu bewahren". Den Netzbetreibern O2 und Vodafone sei diese Verpflichtung allerdings "nicht bekannt". Folglich werden deren eigene Kunden nicht mit Rückforderungen behelligt.

Die Provider Base, Blau und Medion (Aldi-Talk) bemühen gar ihre "Verantwortung gegenüber der Umwelt" sowie die ökologischen Aspekte ihrer Produkte, um eine Rückgabe zu begründen. Der "Elektroschrott" werde von ihnen umweltgerecht entsorgt. Wer seine Karte dennoch selbst bei der Sammelstelle abgibt, soll allerdings - trotz der teils rigiden Klauseln - nicht bestraft werden, versichern Pressesprecher aller drei Unternehmen.
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