Lamebook geht gegen Facebook in die Offensive

Recht, Politik & EU Die Betreiber der Webseite Lamebook gehen gegen das Social Network Facebook in die Offensive. Eine Feststellungsklage soll den bestehenden Streit um Markenrechte beenden. Auf Lamebook werden lustige und skurrile Status-Meldungen gesammelt, die von Nutzern auf Facebook gefunden und übermittelt werden. Der Name und das Design des Logos der Seite sind im Zuge dessen an jene des Social Networks angelehnt.

Im März dieses Jahres erhielten die beiden Betreiber, zwei Grafikdesigner aus Texas, deshalb Post von den Facebook-Anwälten. Sie wurden darin zur Unterlassung aufgefordert. Da sie nicht einlenken wollten, müssen sie inzwischen mit einer Klage rechnen.

Um nicht nur reagieren zu müssen, ziehen die Lamebook-Betreiber nun ihrerseits vor Gericht. Ihr Ziel ist ein Urteil, wonach Facebooks Vorwurf einer Markenrechtsverletzung unangebracht ist. Sie stützen sich dabei auf den Charakter ihres Angebots, das als Satire zu verstehen ist.

Stuft auch das Gericht die Seite entsprechend ein, dürften die Betreiber Erfolg haben. Dann würde nämlich das verfassungsmäßige Recht auf freie Rede greifen, dass deutlich schwerer wiegt als das Markenrecht.
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