Wikileaks-Gründer Assange fürchtet um sein Leben

Recht, Politik & EU In einem Interview mit der Tageszeitung "La Repubblica" äußerte der Gründer der Whistleblowing-Plattform Wikileaks nun doch ernsthafte Sorgen um seine eigene Sicherheit. Dem Blatt zufolge fürchtet er um sein Leben. In den Augen von Assange bestehe eine kleine, aber nicht irrelevante Gefahr, dass er getötet wird. Eine große Gefahr gibt es hingegen im Hinblick auf eine Verhandlung vor Gericht, so der Gründer von Wikileaks. Gegen weitere Mitglieder der Organisation und ihn selbst soll gegenwärtig versucht werden, eine Spionageaffäre aufzubauen.

Als die größten "Feinde" bezeichnet Assange selbst die US-Armee und Kreditinstitute. Angeblich hätten diese die größten Ressourcen investiert, um dem Projekt Steine in den Weg zu legen, berichtet 'derStandard'.

Mittlerweile haben die Betreiber von Wikileaks 76.000 der 90.000 Dokumente über den Krieg in Afghanistan veröffentlicht. Darin sind unter anderem genaue Angaben über den Tod von 20.000 Personen enthalten. Durch die Veröffentlichung der Dokumente sollen keine afghanischen Zivilisten zu Schaden gekommen sein, betonte Assange.

Erst am vergangenen Wochenende hat sich Assange mit dem israelischen Sender Channel 2 unterhalten und damals gesagt, dass er nicht um sein Leben fürchte, aber zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen.
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