'Tatort Internet': Medienanstalten begrüßen Debatte

Wirtschaft & Firmen Die Direktoren der Landesmedienanstalten begrüßen die gesellschaftliche Diskussion, die die bisher ausgestrahlten Folgen der RTL2-Sendung "Tatort Internet". "Tatort Internet kann trotz mancher Zweifel an der Gestaltung der Sendung dazu beitragen, dass Eltern, die sich bislang nicht mit der Problematik beschäftigt haben, jetzt möglicherweise sensibilisiert sind und sich mehr dafür interessieren", sagte Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK).

Unabhängig davon werde sich nach einer Vorprüfung durch die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) eine Prüfgruppe der ZAK mit der Sendung beschäftigen. Das haben die Direktoren der Landesmedienanstalten in ihrer Sitzung in Mainz beschlossen.

Die Prüfgruppe soll vor allem der Frage nachgehen, ob in den jeweiligen Beiträgen die mutmaßlichen Täter durch Äußerungen über ihre Lebenssituation für Außenstehende erkennbar waren und so Persönlichkeitsrechte verletzt und journalistische Standards missachtet wurden.

"Ohne das Ergebnis der Prüfung vorwegzunehmen, gilt grundsätzlich, dass bei der Berichterstattung über Unglücksfälle, Straftaten, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren die Medien in der Regel keine Informationen in Wort und Bild veröffentlichen dürfen, die eine Identifizierung potenzieller Opfer und Täter ermöglichen", erklärte Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen.

In einem Fall wurde einer der zu einem angeblichen Treffen mit einer 13-Jährigen gelockten Männer identifiziert. Dieser verlor daraufhin seinen Arbeitsplatz und verschwand vorübergehend spurlos. Inzwischen hat er sich allerdings bei der Polizei gemeldet.
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