Botnetz-Betreiber setzen beim CnC-Hosting auf 1&1

Viren & Trojaner Der deutsche Webhoster 1&1 ist bei den Betreibern von Botnetzen besonders beliebt, wenn es um die Errichtung einer Command-and-Control (CnC)-Serverstruktur geht. Das geht aus einer Analyse des Security-Unternehmens Damballa hervor. Demnach werden 10,9 Prozent aller Kontroll-Strukturen für Botnetze auf Rechnern dieses Unternehmens gehostet. An zweiter Stelle folgt mit deutlichem Abstand (5,6 Prozent) der französische Provider OVH, gefolgt von der italienischen Aruba mit 3,7 Prozent.

Rund ein Drittel der CnC-Strukturen läuft den Angaben zufolge auf Servern von zehn Unternehmen, die weltweit mit zu den größten Hostern zählen. Auch die Deutsche Telekom ist in der Liste vertreten und kommt mit einem Anteil von 1,4 Prozent auf den zehnten Platz.

Gunter Ollmann von der Forschungsabteilung bei Damballa betonte, dass die Statistik nicht bedeutet, dass die jeweiligen Unternehmen an dem Betrieb der Botnetze beteiligt sind. Es dürften verschiedene Gründe dafür sprechen, dass sie besonders beliebt sind.

Dies müssen nicht unbedingt Nachlässigkeiten bei der System-Sicherheit sein. Auch einfache Prozesse zur Anmietung von Servern und geringe Kosten dürften eine Rolle spielen.
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