Google entwickelt einen eigenen Preisindex

Wirtschaft & Firmen Der Google-Chefvolkswirt Hal Varian hat auf einer Konferenz des Wirtschaftsverbands National Association of Business Economists in Denver einen eigenen Preisindex vorgestellt, den Google Price Index. Varian zeigte, dass man dank zahlreicher Quellen im Web Wirtschaftsdaten viel einfacher und schneller zusammentragen kann, berichtet die 'Financial Times Deutschland'. Grundlage ist eine große Datenbank mit Informationen über Einkäufe im Internet. Beim offiziellen Verbraucherpreisindex werden die Daten manuell in verschiedenen Läden gesammelt und dann mit mehreren Wochen Verzögerung veröffentlicht. Noch hat Google nicht entschieden, ob der eigene Preisindex veröffentlicht werden soll.

Die ersten Ergebnisse liegen dennoch vor und wurden von Varian in Denver vorgestellt. Demnach kann man in den USA seit Weihnachten einen deutlich deflationären Trend beobachten. In Großbritannien dagegen kann man eine leichte Inflation erkennen. Als Grund wurde das schwache Britische Pfund angegeben.

Google stellte klar, dass man mit dem eigenen Preisindex nicht den offiziellen Verbraucherpreisindex ersetzen will und kann. Im Internet herrscht ein anderer Warenmix vor als in der realen Einkaufswelt. So liegt beispielsweise der Anteil von Wohnungspreisen bei Google nur bei 18 Prozent, beim US-Verbraucherpreisindex sind es rund 40 Prozent. Die größten Übereinstimmungen gibt es bei Waren wie Kameras und Uhren, die sehr häufig im Internet gekauft werden.

Die Idee für den Google Price Index hatte der Chefvolkswirt bei einem persönlichen Einkaufserlebnis. Nachdem seine Pfeffermühle kaputt ging, machte er sich im Internet auf die Suche nach einer neuen. Über die gefundenen Preise war er erstaunt, so dass er Berufsbild-typisch einen Preisindex erstellen wollte.

Beim Google Price Index geht es darum, die Gegenwart vorherzusagen, erklärte Varian. Er benutzt die Echtzeitdaten, um die offiziellen Angaben zu prognostizieren, die mit mehreren Wochen Verzögerung veröffentlicht werden. Auch wenn der offizielle Verbraucherpreisindex nicht ersetzt werden kann, Google könnte ihn zumindest genauer machen.
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