HP: Neue Entlassungswelle in Großbritannien

Wirtschaft & Firmen Der Computer-Konzern Hewlett-Packard plant in Großbritannien offenbar Massenentlassungen. Diese seien Ergebnis einer Konsolidierung und stärkeren Automatisierung der Geschäftsprozesse. Das berichtet das Magazin 'ZDNet UK' unter Berufung auf Unite, die größte Gewerkschaft des Landes. Die Beschäftigten sollen bereits gestern über das Vorhaben informiert worden sein. Damit setzt sich der Abbau von Arbeitsplätzen bei dem Unternehmen weiter fort.

"Ungeachtet der signifikanten Gewinne scheint HP fest entschlossen zu sein, seine hochqualifizierte Belegschaft in Großbritannien weiter eindampfen zu wollen", sagte Unite-Sekretär Peter Skyte. In den letzten zwei Jahren mussten schon 4.000 Beschäftigte gehen, was zu einer Reihe von Streiks führte.

Für die Stimmung der Beschäftigten ist das Verhalten der Geschäftsführung nicht gerade förderlich. "Es wird für HP-Mitarbeiter in Großbritannien immer schwieriger, ihre Zukunft zu planen, weil ständig das Risiko eines Job-Verlusts über ihren Köpfen schwebt. Die Moral ist auf dem Tiefpunkt", beschreibt der Gewerkschafter die Situation.

Für die aktuelle Lage macht er aber nicht nur die Konzernleitung verantwortlich, sondern auch die Politik. Immerhin stehe man in Sachen Kündigungsschutz deutlich schlechter da als andere europäische Staaten. Dadurch könnten Unternehmen Mitarbeiter schneller und billiger loswerden und die Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagern.
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