Iran: Berichte über Stuxnet ein Propaganda-Trick?

Recht, Politik & EU Der Außenamtssprecher des Iran, Ramin Mehmanparast, ist der Meinung, dass die Berichte über einen Cyber-Angriff auf Atomanlagen des Landes ein Propaganda-Trick des Westens sind. Im Iran nimmt diese Meldungen angeblich niemand ernst. Ganz andere Berichte wurden hingegen in der vergangenen Woche veröffentlicht. Unter anderem teilte ein Beamter aus dem Industrieministerium mit, dass 30.000 Rechner von dem Computer-Schädling befallen wurden. Der Wurm sei ein Teil des elektronischen Krieges gegen den Iran, hieß es.

Wenig später meldete sich auch der Kommunikationsminister Resa Taghipur zu Wort und sprach von keinen ersthaften Schäden im Hinblick auf Stuxnet. Konkrete Angaben zu den betroffenen Systemen machte Taghipur jedoch nicht. Seinen Angaben zufolge sind die IT-Experten des Landes in der Lage, die Systeme von dem Schädling zu säubern.

Die angebliche Infektion der Rechner in der Atomanlage Buschehr wies der Außenamtssprecher Mehmanparast zudem energisch zurück. Da die Anlage in zwei Monaten ans Netz gehen wird, wird die Arbeit in Buschehr wie geplant weitergehen, sagte er.

Zahlreiche Sicherheitsexperten sind sich inzwischen einig, dass Stuxnet keine herkömmlicher Virus ist. Immerhin bedient sich der Schädling vielen verschiedenen Angriffsmöglichkeiten und gilt aus diesem Grund als äußert komplex.

Daher wird vermutet, dass eine Organisation mit staatlicher Rückendeckung oder ein Geheimdienst hinter der Entwicklung von Stuxnet stecken, berichtet der 'Spiegel.'
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