The Pirate Bay: Prozess geht in die zweite Runde

Recht, Politik & EU Am heutigen Dienstag ging der Prozess gegen die vier Betreiber des BitTorrent-Trackers "The Pirate Bay" vor einem Gericht in Stockholm in die zweite Runde. Das zugehörige Urteil wird bis zum 15. Oktober erwartet. In dem Berufungsverfahren soll sich herausstellen, ob die Köpfe hinter dem Torrent-Tracker mit ihrem Angebot Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen geleistet haben. Zum Auftakt des Prozesses versammelten sich die Betreiber allerdings nicht vollständig, berichtet das Szene-Portal 'Torrentfreak'.

Den Angaben von Anwalt Ola Salomonsson ist Gottfrid Svartholm Warg krank. Momentan hält er sich zudem in Kambodscha auf und konnte aus diesem Grund nicht zum Berufungsverfahren erscheinen. Das Gericht gibt ihm daher bis 7. Oktober Zeit, ein Attest vorzulegen. Die restlichen Angeklagten, Peter Sunde, Fredrik Neij und Carl Lundstrom fanden sich heute vor Gericht ein.

In erster Instanz wurden die vier Schweden zu je einem Jahr Haft und zur Zahlung von Schadenersatz in der Höhe von umgerechnet 2,7 Millionen Euro verurteilt. Während die Kläger, zu denen in erster Linie die Film- und Musikindustrie gehört, eine Verschärfung des Urteils verlangen, hoffen die Betreiber des BitTorrent-Trackers auf einen Freispruch oder eine Minderung der Strafe.

Im April 2009 wurde das Urteil erster Instanz in Stockholm gesprochen. Das Gericht war damals der Ansicht, dass The Pirate Bay die technische Basis für den Austausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten im Internet bietet. Die vier Betreiber des Torrent-Trackers betonten stets, keine Dateien an sich zum Download bereitzustellen, sondern lediglich Verweise darauf.
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren11
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Tipp einsenden