Nvidia-Chef nennt Gründe für Fermi-Verspätung

Grafikkarten Nvidias unter dem Codename "Fermi" entwickelter GF100-Chip ließ lange auf sich warten. Jetzt äußerte sich der Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang erstmals über die aufgetretenen Probleme, die zur Verspätung geführt haben. Eigentlich sollten bereits 2009 die ersten Grafikkarten mit dem DirectX-11-Chip in den Handel kommen, doch es dauerte noch bis April diesen Jahres, bis man die ersten derartigen Grafikkarten bestellen konnte. Laut Huang lag dies an technischen Fehlern, aber auch an Problemen im Management.

Man stellte bei den ersten Prototypen fest, dass die Kommunikation zwischen den einzelnen Streaming-Multiprozessoren und dem Speicher nicht funktionierte. Es traten elektrische Interferenzen zwischen den sehr eng aneinander liegenden Verdrahtungen auf. Diese Fabric genannte Verdrahtung musste also komplett neu entwickelt werden. Der Zeitplan war damit hinfällig.

Dafür macht der Nvidia-Chef auch sein Management verantwortlich. So kümmerten sich zwar alle Abteilungen um ihre Aufgaben, doch für die Verdrahtung wollte keiner verantwortlich sein. Aus diesem Fehler habe man nun gelernt, erklärte Huang. Jedoch könne man nicht garantieren, dass bei den geplanten Chips Kepler und Maxwell der Zeitplan exakt eingehalten wird. Fehlschläge kann es immer geben.
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