Firefox 4 wird dank Jägermonkey deutlich schneller

Browser In Firefox 4.0 wird die Mozilla Foundation erstmals auf die neue JavaScript-Engine Jägermonkey setzen. Nachdem inzwischen nahezu alle Browser in Sachen JavaScript schneller sind, will Mozilla mit Jägermonkey wieder Boden gutmachen. Dass man auf dem richtigen Weg ist, belegen aktuelle Benchmarks des Mozilla-Entwicklers Rob Sayre. Die aktuellen Vorabversionen vom Internet Explorer 9 hatten Firefox 3.6 überholt, doch dank Jägermonkey kann man den kommenden Browser von Microsoft wieder hinter sich lassen. Der Abstand zu den Webkit-Browsern wird kleiner, allerdings führt Google mit Chrome 6.0 noch immer deutlich.

Jägermonkey nutzt die bewährten Methoden der aktuellen JavaScript-Engine Tracemonkey, erweitert diese aber um einige Neuerungen. Sobald auf einer Website das Tracing zum Einsatz kommen kann, ist Firefox noch heute der Konkurrenz überlegen. Allerdings ist das nicht immer möglich, weshalb man mit Jägermonkey auf die Übersetzung kompletter JavaScript-Methoden in Assembler setzt. Firefox 4.0 wird in jedem Fall neu entscheiden, ob das Tracing schneller ist und es in diesem Fall einsetzen. Falls nicht, nutzt man die Assembler-Übersetzung.

Jägermonkey Benchmarks Die Statistiken von Rob Sayre zeigen, dass Firefox 4.0 im Vergleich zu Firefox 3.6.9 fast doppelt so schnell ist. Grundlage für den Vergleich ist der Benchmark Sunspider 0.9.1. Zudem geht man davon aus, dass man bis zur finalen Ausgabe weitere Verbesserungen vornehmen kann. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Benchmark noch immer deutlich besser aufgestellt. Dazu gehören Internet Explorer 9 Platform Preview 3, Webkit vom 8. September 2010, Chrome 6.0 und Opera 10.61.

Jägermonkey Benchmarks Zieht man den Google-Benchmark V8 heran, so ist Firefox 4 sogar drei Mal so schnell wie Firefox 3.6.9. Sogar die Entwicklerversion vom Internet Explorer 9 kann überholt werden. Die getestete Version von Webkit hat nur noch einen knappen Vorsprung.

Sayre äußerte bei dieser Gelegenheit auch etwas Kritik über die Benchmarks. So sind sie nicht nur unrealistisch, sondern teilweise auch fehlerhaft. Immerhin werden gemeldete Fehler von Google beim V8-Benchmark sehr schnell behoben. Mozilla stellt da keine Ausnahme dar, gibt Sayre zu. Das Unternehmen bietet mit Dormaeo ebenfalls einen Benchmark an, der nicht auf realen Anwendungen basiert.

Etwas Kritik am kommenden Internet Explorer 9 konnte sich Sayre nicht verkneifen. So stellte er fest, dass der Browser von Microsoft im Test math-cordic.js aus der Sunspider-Suite rund zehn Mal besser abschneidet als jeder andere getestete Browser. Wird der Test minimal verändert, geht die Performance deutlich zurück. Laut dem Entwickler deutet dies auf Probleme hin.

Aktuelle Nightly Builds von Firefox 4.0 mit der JavaScript-Engine Jägermonkey findet man hier.
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