Foxconn: Selbstmordserie schadete Geschäft nicht

Wirtschaft & Firmen Der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn arbeitet derzeit Pläne für vollautomatisierte Fabriken in den USA aus. Der Foxconn-Gründer Terry Gou erklärte gegenüber der Finanznachrichtenagentur 'Bloomberg', dass man in den Staaten Bauteile und komplette Geräte fertigen will. "Mit Automatisierung in den USA kann man auch nach China liefern, die Kosten wären immer noch konkurrenzfähig", so Gou. Derzeit ist man in China tätig und beschäftigt dort mehr als 900.000 Menschen. Erst kürzlich hatte der Konzern angekündigt, bis zu 400.000 neue Stellen zu schaffen. Foxconn produziert unter anderem für Apple, Dell und Nokia.

Allerdings muss sich Foxconn auch Kritik gefallen lassen, vor allem nachdem sich allein in diesem Jahr über zehn Mitarbeiter das Leben genommen haben. Als Reaktion darauf wurden die Löhne teilweise verdoppelt. Zudem hat man Sicherheitsnetze aufgehängt, die die Arbeiter vom Sprung in den Tod abhalten sollen.

Gou erklärte gegenüber dem 'Wall Street Journal', dass er sich wegen der Selbstmorde zwar schuldig fühle, jedoch die Kritik nicht nachvollziehen kann. "Das ist kein Ausbeuterbetrieb. Ich bin stolz, das sagen zu können." Man hatte Foxconn zu harte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und einen militärischen Führungsstil vorgeworfen. "Wenn alle denken würden, Foxconn sei böse, würden sie uns keine Aufträge mehr geben und sie würden nicht zu uns arbeiten kommen."
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