Google Buzz: Rechtsstreit mit 8,5 Mio. $ beigelegt

Recht, Politik & EU Google konnte am Ende der vergangenen Woche einen Rechtsstreit über Datenschutzverstöße rund um den Kommunikationsdienst Buzz beenden. In einem Vergleich einigte man sich auf die Zahlung von 8,5 Millionen US-Dollar an die Kläger. Nachdem Google den Dienst im Februar gestartet hatte, kritisierten ihn die Nutzern und Datenschützer. Die Mail-Kontakte der Anwender wurden automatisch in ihren öffentlichen Buzz-Profilen angezeigt. Obwohl Google die Panne nur wenige Tage später behoben hatte, wurde in den USA eine Sammelklage eingereicht.

Die vereinbarten 8,5 Millionen US-Dollar sollen abzüglich der Anwaltshonorare an noch nicht genannte Datenschutzverbände gespendet werden. Zudem legte man fest, dass Google seine Nutzer besser über die Auswirkungen aufklären muss, die Buzz auf die Privatsphäre hat. Alle Nutzer von Google Mail sollen eine entsprechende E-Mail erhalten.

Google Buzz konnte sich in den letzten Monaten nicht gegen etablierte Social Networks durchsetzen. Allerdings plant Google umfangreiche Neuerungen, die den Druck auf Facebook, Twitter und Co. erhöhen sollen. Ein wichtiger Bestandteil der "sozialen Strategie" des Unternehmens sind die Browser-basierten Spiele. Entsprechende Unternehmen hat Google in jüngster Vergangenheit aufgekauft.
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