Kleinanzeigen-Portal Craigslist blockiert Erotik-Inhalte

Internet & Webdienste Kritiker hatten dem Kleinanzeigen-Portal Craigslist vorgeworfen, dass sie ein Forum für Menschenhandel und Prostitution geschaffen haben. Die Betreiber des US-Dienstes reagieren darauf jetzt mit einer Zensurmaßnahme. Die Rubrik "Dienstleistungen für Erwachsene" wird ab sofort mit einem schwarzen Balken blockiert, so dass kein Zugriff mehr möglich ist. Eine Stellungnahme seitens der Betreiber steht noch aus. Dadurch ist noch unklar, ob die Rubrik für Erotik-Dienstleistungen vorübergehend oder dauerhaft gesperrt ist.

Die Kritik ging von diversen Organisationen aus, die sich gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution stark machen. Im August hatten dann die Generalstaatsanwälte von 17 US-Bundesstaaten in einem gemeinsamen Brief verlangt, dass die "Dienstleistungen für Erwachsene" von der Seite entfernt werden.

Es entstand eine Diskussion darüber, inwieweit das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet dadurch verletzt wird. Ist Craigslist für die Inhalte der Nutzer verantwortlich? Müssen die Betreiber für die kriminellen Handlungen der Nutzer zur Rechenschaft gezogen werden?

Für ein großes Medieninteresse sorgte ein ehemaliger Medizinstudent, der in einem Gefängnis Selbstmord beging, während er auf seine Gerichtsverhandlung wartete. Er soll seine Masseuse umgebracht haben, die er über Craigslist kennengelernt hatte.

Craigslist kommt monatlich auf über drei Milliarden Seitenabrufe und ist damit das größte Kleinanzeigen-Portal der Welt.
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