Komplexes Spendensystem sichert Wikileaks-Betrieb

Internet & Webdienste Der Fortbestand der Whistleblower-Plattform Wikileaks ist aktuell zumindest aus finanzieller Sicht gesichert. In diesem Jahr gingen bisher Spenden in Höhe von rund 1 Million Dollar ein. Das erklärte Wikileaks-Gründer Julian Assange gegenüber dem 'Wall Street Journal'. Die Probleme des letzten Jahres konnten also überwunden werden. Assange erläuterte im Zuge dessen auch, dass die Spenden über ein sehr komplexes System zu dem Projekt fließen.

Dieses soll die Herkunft der Spenden ebenso verschleiern, wie es bei den Quellen der veröffentlichten Dokumente der Fall ist. Immerhin wären Angriffe auf die finanzielle Basis des Projekts für dessen Gegner eine Möglichkeit, die Seite ins Aus zu befördern.

Rund die Hälfte der Gelder stammt laut Assange von kleineren Einzelspenden zahlreicher Internet-Nutzer. Dabei spielt die nach dem Mitbegründer des Chaos Computer Clubs benannte Wau Holland-Stiftung eine zentrale Rolle. Diese stellt das zentrale Spendenkonto zur Verfügung. Durchschnittlich 20 Euro kommen hier von jedem Spender. Nach der Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente ging aber auch die bisher größte Überweisung in Höhe von 10.000 Euro ein.

Die Stiftung zahlt die Gelder ausschließlich gegen Vorlage von Quittungen an Wikileaks aus. Deshalb müssen die Betreiber der Seite teils Abrechnungen über andere Organisationen leiten. Dies begründet sich damit, dass beispielsweise die Standorte der Server geheim bleiben sollen. Dies wäre nicht gegeben, wenn die Rechnungen der Provider direkt an die Stiftung übergeben würden und dort von den deutschen Behörden einsehbar wären.

Rund 50.000 Euro sind den Angaben zufolge bisher über das Konto der Wau Holland-Stiftung an Wikileaks geflossen. Das Projekt verfügt aber auch noch über andere Geldquellen. So kommt die zweite Hälfte der Gelder laut Assange über persönliche Kontakte zusammen. Darunter befinden sich auch mehrere Millionäre, die dem Projekt gelegentlich größere Summen zur Verfügung stellen.

Monatlich liegen die Kosten für den Betrieb der Infrastruktur bei 10.000 bis 15.000 Euro. Ende letzten Jahres kamen aber monatlich nur 2.000 bis 3.000 Euro an Spenden zusammen. Deshalb entschlossen sich die Betreiber, die Plattform vorübergehend vom Netz zu nehmen und sich auf die Akquisition von Spenden zu konzentrieren. Heute lässt sich sagen, dass diese Maßnahme von Erfolg gekrönt war.
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