Medienriese Viacom geht gegen YouTube in Berufung

Musik- / Videoportale Der US-Medienkonzern Viacom will nach eigenen Angaben Widerspruch gegen ein Urteil einlegen, das entschieden hatte, dass YouTube keine Urheberrecht verletzt, wenn Videos sofort nach einem Hinweis durch den Rechteinhaber entfernt werden. Im Juni hatte ein US-Bezirksgericht entschieden, dass YouTube nicht gegen gültige Urheberrechtsgesetze verstößt, weil das Portal illegal eingestellte Videos sofort nach einer entsprechenden Aufforderung durch den jeweiligen Rechteinhaber löscht.

Viacom hatte schon damals angedeutet, gegen das Urteil vorgehen zu wollen. Jetzt hat man nach Angaben der 'Los Angeles Times' bei einem Berufungsgericht in New York die ersten Papiere für die Fortführung des Verfahrens eingereicht. Erst im Herbst soll der Rechtsstreit wirklich in die nächste Runde gehen. Weitere Details gab das Medienunternehmen zunächst nicht heraus.

Viacom verlangt von YouTube die Zahlung von rund einer Milliarde US-Dollar, weil auf dem inzwischen zu Google gehörenden Portal zahlreiche Videos und Ausschnitte aus Produktionen von Sendern wie MTV und Comedy Central ohne Zustimmung veröffentlicht wurden.

Für den Medienriesen ist YouTube durch die Bereitstellung seiner Plattform für Urheberrechtsverletzungen mitverantwortlich. Die Anwälte von Viacom werfen dem Videoportal vor, sein Geschäftsmodell auf gestohlenen Inhalten von anderen Urhebern aufgebaut zu haben.
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