Taliban in "Medal of Honor" spielbar - Zu provokativ?

PC-Spiele Im Oktober erscheint das neue "Medal of Honor". Erstmals wird Afghanistan als Schauplatz gewählt. Im Multiplayer-Modus wird man sich daher auch den Taliban anschließen können, um gegen die Soldaten aus den USA zu kämpfen.

Viele Kritiker halten es von den Entwicklern für zu provokativ, dem Spieler die Möglichkeit zu geben, die Rolle des Feindes in einem aktiven Konflikt übernehmen zu können. Dass man in Videospielen bereits seit Jahren als Terrorist aktiv werden kann, daran hat man sich gewöhnt. In Afghanistan dagegen sterben auch heute noch zahlreiche Soldaten.

Medal of Honor - Linkin Park-Trailer (HD-Version)

Gegenüber dem 'PSM3 Magazine' bezog der Producer Patrick Liu von DICE jetzt Stellung zu dieser Thematik. Sein Team ist für den kritisierten Multiplayer-Modus zuständig. "Es ist meiner Meinung nach nachvollziehbar. Wir wühlen einige Gefühle auf, obwohl es dabei nicht um den Krieg selbst geht, sondern um die Soldaten."

"Wir können den Schauplatz und die Fraktionen nicht einfach ausblenden. Aber am Ende ist und bleibt es nur ein Spiel - wir überschreiten also keine Grenze oder provozieren zu stark", erklärte Liu. Ob das auch die Kontrollbehörden der einzelnen Länder so sehen werden, wird sich zeigen. "Medal of Honor" soll am 10. Oktober in den Handel kommen.
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Es ist und bleibt einfach nur ein Spiel, aber das wollen manche nicht wahrhaben. Hört wohl nie auf mit den Killer-Spielen.
 
@4NONYM0S: Ein KILLER-SPIEL! Davon wird man zum Amokläufer ;) !!! Nur, wenn das Blut grün eingefärbt wird oder Menschen durch Roboter ersetzt werden, gibt es nichts Bedenkliches mehr... ;)
 
@4NONYM0S: Richtig, es ist nur ein Spiel. Allerdings hat es auch etwas mit Fingerspitzengefühl zu tun. Immerhin sterben aktuell Menschen vor Ort und diese Tatsache wird als Vorbild für ein Spiel genommen. Manch einer kann es schon als "geschmacklos" empfinden.
 
@4NONYM0S: Bevor ihr mich wegvotet: Ich spiele selbst PC. Ich bin GEGEN Killerspieldebatten und sehe keine Bedrohung darin (außer vielleicht die Suchtgefahr bei Rollenspielen). Dennoch gestehe ich ein, dass ich so manche Bedenken verstehen kann. Ich spiele keine Kriegsspiele, da mich die Atmosphäre schockiert. Ich finde soetwas Schlimmes wie Krieg muss man nicht noch "nachspielen". Daher mein Verständnis an die Kritiker. Ich bin jedoch nicht grundsätzlich gegen Kriegsspiele. Jedem das seine. MICH persönlich schockieren sie.
 
@4NONYM0S: Zumal die Amis nur im Fernsehen (und meist in Spielen) die Guten sind. Es gibt immer 2 Seiten einer Medallie. Der Ami ist eben nicht gut und der Taliban pauschal schlecht. Es passt nur den meisten nicht in ihre Metalität wenn man (IN EINEM SPIEL) für die andere Seite partei ergreift. [Das soll keine Fürsprechung für das terroristische Verhalten der Taliban sein, ich wollte damit nur sagen, dass im Krieg der Gegner immer der "Böse" ist. Und das nunmal bei beiden Seiten ^^) EDIT: In solchen Fällen finde ich es sogar gut wenn Spiele (hin und wieder ) zum Nachdenken anregen (mal das Shootergenre Weggedacht). Ich weiß noch, ich glaube es war das Intro von COD:MW(2) als es im Intro hieß "Früher lebten hier 50000 Leute, jetzt ist es eine Geisterstadt" wo auf den Einfall der amerikanischen Truppen eingangen wird und im diesem Zuge auch die "Rachegelüste" der Taliban leicht erklärt werden.


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