Xing-Affäre: Ex-BND-Agenten zeigen zu viel Offenheit

Social Media Mehrere ehemalige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben bei der Suche nach neuen Arbeitgebern über das Social Network Xing mit ihren früheren Tätigkeiten geworben. Wie aus einem Bericht der 'Bild' hervorgeht, drohen ihnen nun der Verlust von Pensionsansprüchen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen. So könnte in einigen Fällen die Grenze zur "Preisgabe von Staatsgeheimnissen" überschritten worden sein, was Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren nach sich ziehen kann.

Die Mitarbeiter des Geheimdienstes sind den Angaben zufolge ihr Leben lang zur Geheimhaltung ihrer früheren Tätigkeit und anderer interner Informationen verpflichtet. Sie dürfen lediglich angeben, dass sie einmal für den BND tätig waren, nicht aber, worin ihre Aufgaben bestanden.

Gerade solche Details wurden auf Xing nun aber ausgeplaudert. So gibt ein Nutzer an, er sei bei der Luftwaffe mit "elektronischer Kampfführung" beschäftigt gewesen, ein anderer als Informatiker für "Fernmelde-Aufklärung" beim BND. Das Bundeskanzleramt, dem der Geheimdienst untersteht, hat mit der Untersuchung der Vorfälle begonnen.
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