Todesstrafe für Wikileaks-Informanten gefordert

Recht, Politik & EU Der US-Kongressabgeordnete Mike Rogers hat die Todesstrafe für den Soldaten Bradley Manning gefordert, der im Verdacht steht, geheime Dokumente an die Whistleblower-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Sollte Manning schuldig sein, habe er ein Kapitalverbrechen begangen, sagte Rogers in einem Interview mit dem Radiosender WHMI. Durch seinen Geheimnisverrat bestünde ein großes Risiko für das Leben zahlreicher Afghanen, die mit den US-Streitkräften zusammenarbeiten, so der Abgeordnete, der für die Republikaner im Ausschuss für die Geheimdienst-Aufsicht sitzt.

Manning hatte vor einiger Zeit gegenüber dem Hacker Adrian Lamo erwähnt, dass er das Video über den Angriff eines US-Kampfhubschraubers auf Zivilisten im Irak sowie zahlreiche Militär-Dokumente an Wikileaks übermittelt hat. Daraufhin wurde er verhaftet. Es besteht der Verdacht, dass auch die kürzlich veröffentlichten Unterlagen zum Krieg in Afghanistan von ihm stammen.

Rogers machte eine sich ausbreitende "Kultur der Veröffentlichung" dafür verantwortlich, dass solch sensible Informationen zunehmend an die Öffentlichkeit kommen und Menschen wie Manning dies auch noch als gute Tat ansehen.

In Bezug auf die Todesschwadronen des US-Militärs, deren Existenz erst durch dem Leak der Afghanistan-Dokumente bekannt wurde, erklärte Rogers, dass die Zahl derer Opfer weitaus geringer sei, als jener, die durch die Veröffentlichung der Dokumente in Lebensgefahr gerieten.
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