Mainframes: EU mit Kartell-Untersuchung gegen IBM

Wirtschaft & Firmen Die EU-Kommission hat angekündigt, zwei Untersuchungen gegen den IT-Konzern IBM einzuleiten. Damit wolle man dem Verdacht auf Verletzungen des Wettbewerbsrechts nachgehen, hieß es. Insbesondere soll geprüft werden, ob IBM seine dominante Position am Mainframe-Markt missbraucht hat, um kleinere Konkurrenten zu behindern. Eine der Untersuchungen geht auf Beschwerden der Emulator-Software-Anbieter T3 und Turbo Hercules zurück.

Diese erhoben den Vorwurf, dass IBM seine Mainframe-Hardware an sein Mainframe-Betriebssystem koppelt. Die zweite Untersuchung hat die Kommission von sich aus eingeleitet, um zu prüfen, ob IBM konkurrierende Anbieter von Mainframe-Wartungsdiensten diskriminierend behandelt.

So besteht der Verdacht, dass der Konzern zu diesem Zweck den Zugang zu ausschließlich von ihm angebotenen Ersatzteilen einschränkt bzw. verzögert. Nach Angaben der Behörden geht es bei Mainframes in Europa um einen Markt mit einem Umsatzvolumen von 3 Milliarden Dollar pro Jahr.
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