Wikileaks: Dokumente zeigen Krieg in Afghanistan

Internet & Webdienste Die Whistleblower-Plattform Wikileaks hat knapp 92.000 Dokumente über den Afghanistan-Krieg veröffentlicht. Die größtenteils als geheim eingestuften Papiere der US-Streitkräfte zeigen unverblümt, wie der Militäreinsatz der westlichen Kräfte geführt wird. Drei Zeitschriften, der Guardian, die New York Times und der Spiegel, berichten heute ausführlich über die Inhalte dieser Papiere. Die Journalisten hatten vor der Veröffentlichung die Möglichkeit, die Inhalte zu analysieren. Erstmals wird der Afghanistan-Einsatz aus der Sicht der Soldaten geschildert, die an ihm teilnehmen.

Die Dokumente stammen aus einem Zeitraum vom Januar 2004 bis Dezember 2009. Teilweise sind sie so geheim, dass sie auch der afghanischen Regierung vorenthalten wurden. Die Berichte stammen aus laufenden Gefechten und wurden von Feldwebeln, jungen Offizieren und Analysten beim Geheimdienst verfasst. Die sonst übliche Verschönerung der Tatsachen für die Öffentlichkeit fehlt.

Selbst neun Jahre nach Kriegsbeginn fehlt vom Optimismus, den Offizielle immer wieder kommunizieren, jede Spur. Der Plan der westlichen Streitkräfte, die Verantwortung nach und nach an die afghanischen Sicherheitskräfte abzugeben, scheint nicht umsetzbar. Sie werden als hilflose Opfer der Anschläge durch Taliban dargestellt.

Auch der Norden des Landes, für den Deutschland zuständig ist, wird beschrieben. Von den einst ruhigen Zeiten in diesem Gebiet ist inzwischen nichts mehr zu lesen. Von Tag zu Tag wird die Lage bedrohlicher. Allerdings fehlen der Truppe die nötigen Mittel, um sich angemessen verteidigen zu können. Vor allem die Raketenangriffe auf das deutsche Feldlager setzen die Soldaten unter Druck.

Ausführliche Zusammenfassungen der Dokumente, die Wikileaks veröffentlicht hat, findet man in der aktuellen Ausgabe des Spiegels. Auch online wurde ein Teil zusammengetragen.
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