Dell: Streit um Bilanz-Manipulationen ist beendet

Wirtschaft & Firmen Der Computer-Hersteller Dell konnte seine Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC beenden. Das Unternehmen zahlt im Rahmen einer Einigung 100 Millionen Dollar. Die SEC hatte bemängelt, dass Dell die Auswirkungen von Rabatten des Chipherstellers Intel gegenüber den Anlegern nicht korrekt kommunizierte. Im konkreten Fall ging es um die Bilanzen des zweiten Quartals 2007, in dem das Management die Ergebnisse schöngerechnet haben soll.

Dell kündigte damals an, zukünftig auch Prozessoren von AMD einzusetzen. Daraufhin kam der Konzern nicht mehr in den Genuss von Rabatten, die Intel jenen Herstellern gewährte, die ausschließlich auf seine Plattform setzen.

Nach Ansicht der SEC wollte das Dell-Management die Folgen der Entscheidung, die sich deutlich im operativen Gewinn niederschlug, nicht offen kommunizieren. Deshalb wurden die Bilanzen so manipuliert, dass die Ergebnis-Ziele anscheinend erreicht wurden, obwohl dies real nicht der Fall war.

"Dell war nur in der Lage, die Erwartungen der Wall Street zu erfüllen, indem Regeln gebrochen wurden", so die Einschätzung von Christopher Conte, der die Ermittlungen der SEC gegen den Konzern leitete. Im Rahmen der Einigung endet das Verfahren aber ohne direktes Schuldeingeständnis Dells. Es wird lediglich eingestellt. Firmenchef Michael Dell, zahlt im Rahmen dessen zusätzlich 4 Millionen Dollar aus der eigenen Tasche.
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