AT&T und Apple: Streit um Technik und Anzüge

Wirtschaft & Firmen Der Computer-Hersteller Apple und der Mobilfunkkonzern AT&T arbeiten bei den Datenverbindungen für das iPhone und das iPad offenbar nur noch zusammen, weil Apple kaum eine andere Wahl hat.
Die Kooperation ist allerdings nicht von Partnerschaftlichkeit geprägt, sondern sorgt offenbar ständig für interne Streitereien. Das geht aus einem Beitrag im neuen 'Wired'-Magazin hervor. Demnach soll Apple-Chef Steve Jobs in den vergangenen drei Jahren sechsmal an einem Punkt gewesen sein, an dem er die Verträge mit AT&T zu kündigen.

Die einzige Alternative zu AT&T wäre der Marktführer Verizon Wireless. Dessen Netz beruht aber nicht auf GSM/UMTS-Technik, sondern auf dem fast nur in den USA anzutreffenden Standard CDMA. T-Mobile USA oder andere GSM-basierte Anbieter haben nicht ausreichend Kapazitäten.

So bleibt Apple kaum eine andere Wahl, als weiter mit AT&T zusammenzuarbeiten. Das sorgt aber aus unterschiedlichen Gründen für gegenseitigen Frust. So wirft Apple dem Partner ständig die schlechte Qualität dessen Netzes vor, wodurch das Nutzungserlebnis beim iPhone beeinträchtigt würde.

AT&T hält Apple aber für mitschuldig an den Schwierigkeiten, weil in dem Smartphone ein Sendemodul von Infineon verbaut wird. Dieses ist in seiner Leistung aber eher für den europäischen Markt konzipiert, wo die Funkmasten deutlich dichter stehen als in den USA.

Den Vorschlag AT&Ts, das Problem gemeinsam zu lösen, soll das Apple-Management auf die bereits gewohnt etwas forsche Art zurückgewiesen haben: "Nein, ihr löst das. Es ist nicht unser Problem. Es ist euer Problem!", wird die Antwort aus der Chefetage Apples zitiert.

Aber auch in vielen anderen Bereichen gerieten die Unternehmen aneinander. So stritt man sich beispielsweise um die Übertragung von YouTube-Videos, wodurch das Funknetz AT&Ts stark belastet wird. Ähnlich verhielt es sich bei der Auseinandersetzung um die Einführung von Tethering.

Aber nicht nur technische Probleme führten zu einem rauen Umgangston, sondern auch die unterschiedliche Unternehmenskultur. So soll ein AT&T-Manager darum gebeten haben, dass die Apple-Vertreter um Steve Jobs bei ihren Treffen doch auch Anzüge tragen. Die Antwort: "Wir sind Apple. Wir tragen keine Anzüge. Wir besitzen nicht einmal Anzüge."
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