iPhone 4: Verfahren gegen Gizmodo eingestellt

Recht, Politik & EU Die kalifornische Justiz stellt das gegen Jason Chen, Redakteur beim Magazin 'Gizmodo', wegen des gestohlenen iPhone 4-Prototypen eingeleitete Strafverfahren ein. Der Richter Clifford Cretan vom Kammergericht in San Mateo ordnete gegenüber der Staatsanwaltschaft an, die Ermittlungen einzustellen. Sämtliche bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmten Gegenstände, darunter Computer und Kameras, seien unverzüglich zurückzugeben.

Alles begann damit, dass ein Apple-Mitarbeiter im März seinen iPhone 4-Prototypen in einer Kneipe verlor. Der Finder verkaufte es schließlich für 5.000 Dollar an Gizmodo. Das Magazin konnte dadurch als weltweit erste Publikation exklusiv über das neue Apple-Smartphone berichten.

Apple wandte sich daraufhin an das Magazin und forderte das Gerät zurück. Damit hätte der Vorfall enden können. Allerdings wurde zu diesem Zeitpunkt bereits die Staatsanwaltschaft aktiv. Sie leitete ein Verfahren wegen des Verdachts auf Hehlerei und Sachbeschädigung ein.

Immerhin hatte Gizmodo ihrer Ansicht nach ein gestohlenes Gerät unrechtmäßig erworben und beim Auseinanderbauen fremdes Eigentum beschädigt. Im Zuge dessen wurde bei Chen eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Seine Anwälte konnten sich nun jedoch mit der Justiz einigen und dafür sorgen, dass wohl keine Anklage erhoben wird.
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