UK: Regierung rudert beim Breitband-Ausbau zurück

Breitband Die britische Regierung muss bei ihren bisherigen Plänen zur flächendeckenden Breitband-Versorgung zurückrudern. Das berichtete das Wirtschaftsmagazin 'BusinessWeek'.

Das Ziel hieß ursprünglich, jeden Haushalt in Großbritannien bis zum Jahr 2012 mindestens mit einer Internet-Anbindung mit einer Bandbreite von 2 Megabit pro Sekunde versorgen zu können. Der von der früheren Labor-Regierung initiierte Plan stellt sich aktuell jedoch als unrealistisch heraus.


Zu gering ist die staatliche Förderung, um den Breitband-Ausbau in diesem Format voranbringen zu können. Kulturminister Jeremy Hunt führte aus, dass die gewünschte Bandbreite in der aktuellen Legislaturperiode wohl nicht flächendeckend erreicht wird. Erst 2015 sei mit einer vollständigen Umsetzung zu rechnen.

Vor einem Jahr hatten 160.000 Haushalte noch gar keine Möglichkeit, einen Breitband-Anschluss zu erhalten. Weitere 2,75 Millionen konnten zwar angebunden werden, allerdings nur mit Bandbreiten deutlich unter 2 Megabit pro Sekunde.

Probleme bereiten vor allem die schlecht ausgebauten Kupfernetze. Da eine Aufrüstung des Netzes in verschiedenen Regionen für den Infrastruktur-Betreiber BT unwirtschaftlich ist, müssten staatliche Gelder fließen, um die Regierungspläne umzusetzen.

Hunt wollte hier aber noch keine Zusagen über Investitionen machen. Er erklärte, eine marktgetriebene Lösung zu bevorzugen. Allerdings soll weiter geprüft werden, an welchen Stellen ein staatliches Eingreifen nötig ist.
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Hier in Deutschland ist es wohl nicht besser. Im ländlichen Gebiet muß man über ISDN bereits "Froh und Glücklich" sein. DSL ist undenkbar, weil unwirtschaftlich für profitorientierte Unternehmen.
 
@ZakMcCrack: Ich kann es den Unternehmen nicht mal Übel nehmen. Da zich Millionen in den Ausbau zu stecken, um diesen erst nach Jahrzehnten durch Kundeneinnamen auszugleichen, um dann Gewinn zu machen oder vll festzustellen das es gar nicht mehr gebraucht wird, weil sich alles anders entwickelt hat, das macht so ziemlich niemand.
 
@Spürnase: Mag ja richtig sein. Aber dafür gibt es eine schöne zwei Klassengesellschaft - die Einen in den Ballungsregionen haben Breitbandanschlüsse mit (teilweise) VDSL und die anderen in ländlichen Gebieten schauen in die Röhre ...
 
@ZakMcCrack: Nur das sich in dieser Gesellschaft jeder Umorientieren kann. Wenn einem das Internet so wichtig ist, muss man sich wohl oder übelst nach einem neuen Wohnort umsehen. In vielen Berichten ließt man ja, das manchmal nur das überquere der Straßenseite ausreicht.
 
@ZakMcCrack: Mag ja richtig sein. Aber wie sähe Deiner Ansicht nach eine Lösung aus? Ländliche Gebiete auf Steuerzahlerkosten anbinden? Quasi eine Art "Solidarzuschlag" (tolles Wort für eine Steuer ;) - wer hätte denn etwas dagegen, solidarisch zu sein...) zur DSL-Erschliessung von gering bewohnten Landstrichen? Das Geld muss ja irgendwo herkommen. @Spürnase: ich stimme zu.


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