Digitale Dividende: Erste LTE-Tests waren erfolgreich

Mobiles Internet Eine erste erfolgreiche LTE-Datenübertragung haben der finnische Handyhersteller Nokia und der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks von Endgerät zu Endgerät durchgeführt. Verwendet wurden dabei Frequenzen der Digitalen Dividende.
Die besagten Frequenzen wurden im Rahmen der digitalen TV-Umstellung im Bereich von 800 Megahertz frei und werden künftig für mobiles Breitband verwendet. In erster Linie sollen davon Regionen profitieren, in denen kein schneller Zugang zum Internet möglich ist.

Den umfassenden Tests der LTE-Funktechnologie (Long Term Evolution) wird eine überaus große Bedeutung zugesprochen. Zum Einsatz kamen im Zuge dieses ersten Tests die Sendestationen und die Netzwerkausrüstung von NSN. Ein LTE-fähiges Modem stellte Nokia zur Verfügung.

LTE auf 800-MHz-Frequenzen bietet allerdings auch für Städte einige Vorteile. In den Städten sollen beispielsweise reale Datenübertragungsraten von bis zu 70 Megabit pro Sekunde im Bereich des Möglichen liegen. Gegenwärtig eingesetzte Technologien wie HSDPA liegen hingegen bei etwa zwei Mbps.

Dank den niedrigen Frequenzen werden für den Netzausbau weniger Sendestandorte benötigt. Dadurch können effektiv Kosten gespart werden, teilte Dietmar Appeltauer, Leiter der Subregion Central Eastern Europe (CEE) beim Netzwerkausrüster NSN, gegenüber 'Pressetext' mit.

Den neuen Mobilfunkstandard LTE, der auch als 4G bezeichnet wird, will der Netzdienstleister Vodafone in Deutschland bis 2013 flächendeckend anbieten.
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