Hamburg: Straftaten steigen trotz Videoüberwachung

Datenschutz Drei Jahre Videoüberwachung an der Hamburger Reeperbahn haben eindrucksvoll das Argument widerlegt, solche Maßnahmen würden die Kriminalität an Brennpunkten reduzieren. "Das Ziel der Reduzierung des Fall-Aufkommen insgesamt in dem Bereich Reeperbahn ist in den erstens drei Jahren der Überwachung nicht erreicht worden" heißt es in einem Untersuchungsbericht, den die Innenbehörde der Hafenstadt nun vorlegte.

Die Zahl der Straftaten hat in den videoüberwachten Bereichen sogar spürbar zugenommen. Im Vergleich zu 2006, dem Jahr vor der Einführung von Kameras, verzeichnete die Behörde im vergangenen Jahr insgesamt 32 Prozent mehr Delikte.

Insbesondere Körperverletzungen nahmen massiv zu. 2006 wurden 369 einfache und 182 schwere Fälle gezählt. Im letzten Jahr mussten die Behörden schließlich 646 leichte und 239 gefährliche Körperverletzungen in ihre Statistiken aufnehmen.

Gegner der Videoüberwachung fordern nun, die Kameras unverzüglich abzubauen. Rückenwind bekommt damit auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, der der Polizei seit Jahren das Recht abspricht, mit der Videoüberwachung in das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Anwohner einzugreifen.
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