Computerspiele-Museum entsteht in neuem Glanz

Wirtschaft & Firmen In Berlin wurde heute offiziell mit dem Aufbau eines neuen Standortes für das Computerspiele-Museum begonnen. Noch in diesem Jahr soll es in größeren Räumen seine Türen für Besucher öffnen.

Das Museum eröffnete mit seiner ersten Ausstellung im Jahr 1997. Allerdings wurden die damals zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten zu klein und das Team rund um Direktor Andreas Lange verlegte seine Tätigkeit 2001 auf temporäre Ausstellungsprojekte.


Das führte das Computerspiele-Museum auch mit Veranstaltungen ins Ausland, wodurch die Vernetzung stetig ausgebaut werden konnte. Die Sammlung wuchs parallel dazu beständig an und gehört heute zu einer der größten ihrer Art weltweit.

"Auf dieser Basis freuen wir uns sehr, dass wir dank Berlin in der Lage sind, mit einer neuen ständigen Ausstellung das Medium Computerspiel einem großen Publikum in all seiner Vielfalt näher bringen zu können", erklärte Lange, der den Aufbau des neuen Standortes nun schon mehrere Jahre vorbereitet hat.

Sein neues Domizil findet das Museum im ehemaligen "Cafe Warschau" in Berlin-Friedrichshain. Die wachsende Lebendigkeit der Umgebung und die unmittelbare Nähe zum Alexanderplatz als einem der zentralen Knotenpunkte des Tourismus sollen mit dafür sorgen, dass sich das Projekt mit vielen Besuchern möglichst bald selbst tragen kann.

Computerspielemuseum Berlin - Baubeginn Computerspielemuseum Berlin - Baubeginn Computerspielemuseum Berlin - Baubeginn

Unterstützung erhält das Computerspiele-Museum dabei auch von der Stadt. Barbara Kisseler, Chefin der Berliner Senatskanzlei, betonte heute die Bedeutung der Computerspiele-Branche für Berlin. Sie mahnte sowohl an die Adresse ihrer Kollegen in der Politik als auch an die Gamer gerichtet, in der Auseinandersetzung um Videospiele nicht reflexartig eine festgefahrene Situation einzunehmen, sondern aufeinander zuzugehen.

Dem Computerspiele-Museum rechnet sie bei diesem Prozess eine wichtige Aufgabe zu. Immerhin sollen hier nicht nur Spiele-Fans die Geschichte ihres Hobbys erleben können. Die Betreiber sehen auch eine wichtige Aufgabe darin, Eltern, Lehrern und anderen Nicht-Gamern einen Zugang zu dem Medium zu eröffnen.

So wird die Ausstellung auch in verschiedene Teile gegliedert sein. Anhand von interaktiven Präsentationsflächen sollen sich Besucher darüber informieren können, wie sich die Welt der Videospiele seit den 1950er Jahren entwickelte. Aber auch das Spielen selbst sowie die Verbindung des Mediums zur Kunst werden feste Bestandteile sein.



Schon jetzt deutet sich an, dass sowohl die Gaming-Community als auch Berlin mit dem neuen Computerspiele-Museum eine kostbare Einrichtung erhalten, die von internationaler Bedeutung sein wird. Immerhin übermittelte auch schon Atari-Gründer Nolan Bushnell auf einer Spielekonsole Grüße und wünschte dem Team viel Erfolg bei der Neueröffnung.

Weitere Informationen: Computerspiele-Museum (offizielle Webseite mit Informationen zu vergangenen Ausstellungen und vielen Daten zur Geschichte der Computerspiele)
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Na, da weiß ich ja, wo ich denn mal hingehe, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin. :)
 
Und wann kommt die Wachsfigut des ersten Killerspieleopfers und Amokläufers mit rein?
 
@mcbit: Frag Madame Tussaud
 
[re:2] Mordy am 02.07.10 16:46 Uhr
(+14
@mcbit: "Killerspieleopfer" gibt es nicht, weil es keine "Killerspiele" gibt. Das ist nur ein bösartiger Propagandabegriff, auf den so Nasenbären wie du reinfallen. Was du meinst, sind u.a. Opfer von Leuten mit psychischen Problemen - das hat nichts mit irgendwelchen Spielen zu tun, sondern vielmehr mit gesellschaftlicher Vernachlässigung (nebst anderen Dingen, die aber ebenfalls allesamt nichts mit Computerspielen zu tun haben). Und bevor eine meint, es gäbe nur Täter mit sozialen Defiziten... natürlich gibt´s auch noch andere, deren Tatursprung aber ebenfalls nicht in den Computerspielen selbst liegen.
 
@Mordy: Genial, keiner hat den Sarkasmus bemerkt. Dafür kassiert man Minus und Herr Mordy will mich aufklären.


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