Verbraucherzentrale: Liste mit Abofallen erschienen

Internet & Webdienste Auf die immer größer werdende Anzahl von eingehenden Beschwerden über so genannte Abofallen im Internet hat nun die Verbraucherzentrale Hamburg reagiert und eine Übersicht mit derartigen Webseiten veröffentlicht.

In dieser besagten Liste wird unter anderem aufgeführt, welche Webseiten in der letzten Zeit durch unklare oder versteckte Preisangaben aufgefallen sind. Zudem wird in der Übersicht festgehalten, auf welche Anwälte und Inkassodienste die Betreiber der Abofallen zurückgreifen. Um möglichst schnell eine Hilfestellung in diesen Fällen bekommen zu können, werden auch Kontaktadressen angeboten.


Das Geschäft mit den Abofallen im Netz wird als wechselhaft angesehen. Immerhin werden fast täglich neue Webseiten gestartet, auf denen unterschiedliche kostenpflichtige Dienstleistungen angeboten werden, an die ein Abo-Modell gebunden ist. Aus diesem Grund wird allen Nutzern ein Blick in das Impressum empfohlen. An dieser Stelle lässt sich herausfinden, welche Firmen hinter den jeweiligen Angeboten stecken.

Eine Vielzahl der Verbraucher landet auf den Webseiten der Abofallen-Betreiber, auf denen ihnen sodann kostenlose Angebote in Aussicht gestellt werden. In Wirklichkeit ist damit jedoch ein Abo-Modell verbunden, auf welches die Verbraucher durch die Angabe von persönlichen Daten eingehen. Häufig sollen die Verbraucher dann für ein oder zwei Jahre Geld für dieses auf den ersten Blick kostenlose Angebot bezahlen.

Nur ein genauer Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verrät, dass es sich dabei um gebührenpflichtige Dienste handelt. Bezahlen müssen die Verbraucher erst dann, wenn der Preis klar und deutlich gekennzeichnet wird. Da der versteckte Preis gegen die Preisangabenverordnung verstößt, sollte man sich nicht von Inkasso- oder Anwalts-Briefen unter Druck setzen lassen.
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Mittlerweile sollte selbst ein Hinterwäldler auf dem Mond mitbekommen haben, das man nicht auf so eine billige Masche reinfällt...wer es trotzdem tut, ist schon sehr naiv...
 
@joe200575: Ich fand es einmal ziemlich lustig, als mein onkel in solch eine situation kam. Er ist gerade anfang 40 - also jetzt nicht generations kriegskind, und sagte immer zu mir, ich sei so leichtgläubig, ich könnte die wahrheit nicht von einer lüge unterscheiden etc.... und wenige Tage später flatterte dann ein schreiben in sein haus, er hätte ein abo abgeschlossen mit pipapo. Komisch mir ist so etwas nicht nicht passiert - könnte auch daran liegen, dass ich lese uns verstehe was auf dem Bildschirm steht ;)
 
@joe200575: Es fallen noch viele Menschen darauf rein, vorallem wenn man sich nicht allzu gut mit der Materie auskennt. Von daher, ein Gesetz muss her, das solche Betreiber es nicht mehr so einfach haben.
 
@rony-x2: Tja... meinen Onkel hat es auch erwischt. Und der war bestimmt nicht auf der Seite. Aber ich kann ja einfach mal irgendwelche Daten Angeben, z.b. die meines Nachbarn und zack, der hat ein Mahnschreiben am Hals... und den Streß damit.
 
@gntwolff: Was soll ein Gesetz dagegen tun? Die aktuellen Gesetze sind bereits völlig ausreichend. Die Forderung nach einem speziellen "Abofallengesetz" ist in etwa vergleichbar mit der Forderung eines "Du-sollst-wirklich-niemanden-umbringen"-Gesetzes. Klar, es hat eine gewisse symbolisch-klarstellende Funktion, aber es ist völlig sinnlos.


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