Thailand: Regierung schaltet tausende Webseiten ab

Recht, Politik & EU Die thailändische Regierung geht seit einiger Zeit massiv gegen Webseiten vor, die ihrer Ansicht nach diffamierende Inhalte über die Monarchie des Landes vorhalten. Bisher ließen die Behörden schon 43.000 Seiten abschalten, berichtete die 'Bangkok Post'. In den kommenden Wochen könnten es noch deutlich mehr werden, denn das Telekommunikationsministerium hat eine dreimonatige Kampagne gestartet, die vorgeblich der Steigerung der Sicherheit im Netz dienen soll.

Das Ministerium selbst will dabei vor allem den Schutz von Behördennetzen ausbauen. Hintergrund ist unter anderem ein Angriff von Hackern im vergangenen Monat, die lediglich 17 Minuten benötigten, um sensible Informationen zu stehlen.

Allerdings beteiligt sich auch das Justizministerium an der Aktion und bekommt vom Telekommunikationsministerium eine Reihe von IT-Experten abgestellt. Diese sollen helfen, gegen unerwünschte Inhalte im Web vorzugehen.

Die Provider des Landes sind aufgefordert, mit den Behörden zu kooperieren. Tun sie dies nicht, riskieren sie den Entzug ihrer Lizenzen, drohte Telekommunikationsminister Juti Krairiksh.
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