Free Software Foundation mobilisiert gegen ACTA

Recht, Politik & EU Die Free Software Foundation (FSF) macht gegen das Antipiraterie-Abkommen ACTA mobil. Dieses wird seit einiger Zeit hinter verschlossenen Türen zwischen verschiedenen Regierungen und der Medienindustrie ausgehandelt.

Ursprünglich sollte der Vertrag ein internationales Vorgehen gegen Produktfälscher auf den Weg bringen. Allerdings flossen in der Zwischenzeit Klauseln ein, die die Unterzeichner zwingen würden, massiv gegen Urheberrechtsverletzungen durch Internet-Nutzer und anderes vorzugehen.


"Hinter ACTA verbirgt sich die Drohung an Nutzer, ihnen den Zugang zum Internet abzuschalten, wenn ihnen Filesharing vorgeworfen wird", so FSF-Chef Richard Stallman in einer Stellungnahme. Außerdem würden die Unterzeichner-Staaten verpflichtet, Software zu verbieten, mit der DRM-Systeme umgangen werden können.

Damit gehe das Abkommen deutlich weiter, als ursprünglich geplant. "Nachdem nun einige Details zu ACTA öffentlich wurden, wissen wir, dass unsere Befürchtungen gerechtfertigt waren", erklärte John Sullivan, der bei der FSF das Tagesgeschäft leitet.

Er forderte die Internet-Nutzer auf, gegen das Abkommen aktiv zu werden. So sollen diese sich einer Petition der FSF gegen ACTA anschließen. "Ich hoffe, dass die Leute nicht nur unsere Stellungnahme unterzeichnen, sondern auch ihre eigene Sicht auf das Thema publizieren", so Sullivan.
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"Illegale Software" sehe ich heute als "Zivil Courage" gegen den DRM- und Abspielbehinderungswahn der Contentindustrie! Mögen sie ruhig die Gesetze kaufen und Geldkoffer an die Volksvertreter schicken. Ich breche mit gutem Gewissen Gesetze, die wider dem Volkswillen beschlossen wurden.
 
@Kobold-HH: Ja, du findest das "toll", solange du es unerkannt hinter verschlossenen Türen machen kannst. Sobald man dich ins Kittchen steckt mit Aussicht auf eine langjährige Haftstrafe siehst du das bestimmt nicht mehr als "Zivil Courage", sondern als jugendliche Dummheit. Das mit der Haftstrafe soll übrigens als düstere Zukunft gelten... wenn die Medienkonzerne genug Machtmissbrauch betrieben haben!
 
@Kobold-HH: Dann darfst du dich aber auch nicht wundern wenn die DRM-Mechanismen immer mehr Einzug halten. Ob nun bei BluRay, bei Spielen oder bei Software ist egal. Solche Mechanismen wären gänzlich unnötig wenn jeder die Sachen die er haben will auch kaufen würde und sie nicht irgendwo runterlädt. Man kann der Industrie an dieser Entwicklung nicht allein die Schuld geben. Auch Leute wie du tragen dazu bei dass es immer schlimmer wird. Glaub nicht dass die Hersteller gerne ne sechsstellige Summerfür eine Kopierschutzlizenz ausgeben. Die würden das Geld auch lieber in ihr Produkt stecken, statt in DRM-Technologien.
 
@DennisMoore: Die sechsstelligen Summen werden doch sowieso auf den ehrlichen Kunden abgewälzt.
 
@OttONormalUser: Ja, und der beschwert sich dann dass das Spiel 55 statt 50 Euro kostet. Tut alles nicht not, wenn alle die das Spiel haben wollen es auch kaufen würden. Dann könnte man auf DRM verzichten und wäre wieder bei 50 Euro.


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