US-Militärs suchen nach dem Sprecher von Wikileaks

Recht, Politik & EU Angehörige des US-Verteidigungsministeriums suchen derzeit offenbar den Kontakt zu Julian Assange, dem öffentlichen Sprecher der Whistleblower-Plattform Wikileaks. Ziel sei es, die Veröffentlichung einer großen Zahl von Dokumenten aus dem Umfeld der US-Diplomatie zu verhindern, berichtete 'The Daily Beast', das Portal der Star-Journalistin Tina Brown, unter Berufung auf Vertreter der Regierung.

Die Dokumente sollen von Bradley Manning, einem Angehörigen der US Army, an Wikileaks übermittelt worden sein. Dieser hatte sich selbst auch als Quelle des so genannten 'Collateral Murder'-Videos vom Angriff eines US-Kampfhubschraubers auf Reuters-Journalisten im Irak dargestellt.

Seinen Angaben zufolge bergen die zusätzlichen Dokumente einiges an Sprengstoff, der die US-Außenpolitik erschüttern könnte. Dabei soll es sich vor allem um Analysen der politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie um Datensammlungen der US-Geheimdienste handeln.

Unklar ist derzeit, ob die Behauptungen Mannings der Wahrheit entsprechen. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat dieser aber wohl durchaus die Möglichkeit gehabt, auf entsprechende Informationen zuzugreifen. Die Suche der US-Militärs nach Assange kann jedoch durchaus so gedeutet werden, dass die Informationen der Realität entsprechen.

Wo der Wikileaks-Sprecher sich derzeit aufhält, ist unbekannt. Eigentlich sollte er am Freitag auf einer Konferenz in Las Vegas sprechen. Die Teilnahme wurde aber kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

Unklar ist auch, wie die US-Militärs die Veröffentlichung der Dokumente verhindern wollen. Assange dürfte eher wenig daran interessiert sein, dem Wunsch nachzukommen, diese unter Verschluss zu halten. Außerdem gilt er nur als öffentlicher Sprecher des Projekts Wikileaks, hinter dem zahlreiche andere Personen stehen, die verdeckt operieren.
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