iPad-Datenpanne bei AT&T: FBI ermittelt jetzt

Datenschutz Nachdem es beim US-amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T zu einer massiven Datenpanne gekommen war, hat jetzt das FBI die Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesbehörde gegenüber der 'New York Times'. "Das FBI hat Kenntnis über den möglichen Einbruch in die Computersysteme und hat Ermittlungen gestartet, die sich mit potentiellen Gefahren beschäftigen", sagte Jason Pack, Special Agent im News Media Office des FBI.

Gestern war ein Datensatz im Internet aufgetaucht, der rund 114.000 E-Mail-Adressen von iPad-Käufern enthielt. Eine Gruppe namens Goatse Security konnte diese Daten aufgrund einer Sicherheitslücke bei AT&T zusammentragen. AT&T ist der exklusive Vertriebspartner für die 3G-Version des iPads in den USA.

Im Datensatz findet man einige hochrangige Personen aus dem US-Militär und der Regierung. Auch viele Firmenbosse (New York Times, Time, News Corp, Dow Jones, Bloomberg, uvm.) findet man mit ihrer E-Mail-Adresse auf der Liste.

Mit Hilfe der so genannten ICC-ID, einer eindeutigen Identifikationsnummer der SIM-Karte, konnten die Sicherheitsexperten an die E-Mail-Adressen gelangen. Sie sendeten eine gefälschte Anfrage mit erratenen ICC-IDs an die Server von AT&T, die daraufhin mit der E-Mail-Adresse des registrierten Kunden antworteten.

AT&T hat das Problem inzwischen bestätigt und gibt an, dass man das Sicherheitsleck am Dienstag geschlossen hat.
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