EU: Staaten dürfen Online-Glücksspiel einschränken

Recht, Politik & EU Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dürfen Aktivitäten ausländischer Anbieter von Online-Glücksspielen in ihrem nationalen Territorium einschränken oder gar untersagen.

Das entschied der Gerichtshof der Europäischen Union (CURIA) auf Antrag eines niederländischen Gerichts. Dieses hatte über die Klage von englischen Glücksspiel-Firmen zu entscheiden, die sich dagegen wehrten, dass sie ihre Dienste in den Niederlanden nicht anbieten dürfen.


Sie beriefen sich in ihrer Klage auf die Regelungen zum europäischen Binnenmarkt, nach denen der freie Austausch von Produkten und Dienstleistungen unter den Mitgliedsstaaten nicht durch nationale Gesetze eingeschränkt werden dürfe.

Der Oberste Gerichtshof der Niederlande, bei dem der Fall schließlich landete, entschied sich, den CURIA in die Entscheidung einzubeziehen. Dieser ist immerhin die oberste Instanz in Europa, wenn es um die Bewertung und Auslegung der EU-Verträge geht.

Das Gericht stellte nun klar, dass einzelne EU-Länder in bestimmten Einzelfällen durchaus berichtigt sind, Einschränkungen für ausländische Anbieter festzusetzen. Das gelte beispielsweise dann, wenn übergeordnete Interessen des Verbraucherschutzes oder der Bekämpfung von betrügerischen Angeboten umzusetzen sind.
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Klassische Protektionismuspolitik. Dient nur dazu, die eigenen Pfründe zu mehren. Könnte mir zwar egal sein, weil es mich mit Glückspiel nicht betrifft, aber die Zensur des Internets gilt es ganz klar abzulehnen. Meiner Meinung nach sollte es der Freiheit der Bürger überlassen bleiben, falls die ihr Geld unbedingt in Taka-Tuka-Land verplempern wollen, muss das ihr gutes Recht bleiben.
 
Ich hab das damals mit den Online-Lottanbietern in Deutschland mitbekommen... eben, dass sie kein Lotto mehr anbieten dürfen. Total dämlich meiner Meinung nach - ich zumindest (und ich denke viele andere der jüngeren Generation zumindest) sind eben nicht die Typen, die wegen jedem Scheiß gleich mal irgendwo hinfahren - wenn es online doch auch unkompliziert und schnell geht. Ich versteh auch nicht, was es der Lottgesellschaft/dem Staat bringt, schließlich ist das ja nicht billiger und das Geld für den Schein ging ja ebenfalls komplett an sie... einfach mal wieder ins eigene Bein geschossen. Ich kenne jedenfalls niemanden, der früher online gespielt hat und nun (regelmässig) in den Totto-Lotto Laden rennt.
 
@monte: Der Beinschuss wird noch komplett gemacht, dadurch das auch die staatlichen Lotto-Gesellschaften keine Glücksspiele mehr im Internet anbieten dürfen. Vermutlich konnten sie nur so das Verbot überhaupt durchbringen. Allerdings, wenn ich sehe, wo die privaten Internetanbieter so ihren Sitz haben, dann wird mir Angst und Bange, was passiert, wenn bei denen mal jemand einen Großgewinn hat und ob die dann wirklich zahlungsfähig sind. Weiterhin sehe ich gerade in Berlin, wieviele soziale Projekt durch staatliches Glücksspiel überhaupt möglich sind.
 
"Das gelte beispielsweise dann, wenn übergeordnete Interessen des Verbraucherschutzes oder der Bekämpfung von betrügerischen Angeboten umzusetzen sind." Finde ich durchaus Sinnvoll.
 
@Spürnase: Betrügen tut der Staat seine Bürger doch auch also wo ist der unterschied? Die wollen einfach die kontrolle über alles und das egal wie. Mehr gibts da nicht zu sagen ausser evtl. mit anspielung auf den suchmaschienen topic evtl. werden da ja kleine kinder als hauptgewinn ausgespielt. ^^


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